Struktur V. Die letzte…

Liebe S.,

lass uns das den letzten Strukturbeitrag sein, okay?

Ich fand es eine tolle Sache, weil ich mich die ganze Woche mit diesem Wort beschäftigt habe, immer wieder und trotzdem denke, ich übersetze das falsch. Struktur ist als Regel, als Vorgabe in meinem Alltag drin. Und du hast recht, zuviel Struktur ist irgendwie auch ungesund.

Und ja, mir fiel dieses Wort ein : Umstrukturieren.
Arbeitsabläufe, Positionen, ganze Firmen strukturiert man um, weil so gedacht wird, das etwas effizienter wird und oder eingespart werden kann.

Ich bin gerne strukturiert in manchen wenigen Dingen, aber in den meisten bin ich gerne auch spontan, vielleicht nicht unbedingt chaotisch, aber ich merke, wenn ich mir so Zwänge auflege, Regeln oder Strukturen, dann neige ich dazu, sie zu umgehen, ihnen zu widersprechen oder sie nicht einzuhalten. (Siehe : Diäten!!!)Und fühle mich gut dabei.

Und im Chaos, auch wenn du das nicht hören willst(Stern aus dem Chaos geboren hab ich ja echt noch nie gehört!), da werde ich kreativ.
Weil mir das Chaos nicht gefällt, und ich dann aufräume und Pläne entwickel, wie auf welche Art ich das auflösen kann, das Chaos.
Und wenn mir die strukturierte Ordnung zu langweilig wird,produziere ich wieder Chaos.

Früher fand ich es sehr beengend, die Lebensvorstellung, die man damals noch hatte (auch eine Struktur), heiraten Kinder, Eigenheim,…und dann? Ich sass eines Tages irgendwann in diesem Eigenheim und dachte : und jetzt? Immer so weiter? Werde ich mit Blick auf die grauen Wände des Nebenhauses sterben, weil sich nichts mehr ändert, weil alles so durchgeplant ist?Höchstens es wird in einer anderen Farbe getrichen? Mittlerweile guck ich woanders hin.

Okay. Genug strukturiert? Wie gefällt das mit dem Wochenthema? Irgendwelche Vorschläge?
Das nächste Thema darfst du bestimmen, und ich setze mich dann auch damit auseinander!Bin gespannt!

Liebe Grüsse Kat.

Struktur III

Hallo, liebe Freundin S.,

nur jeden 2. Tag zu schreiben klappt nicht, zuviel im Kopf.Also, jetzt Struktur die Dritte.
Ich hab das Wort mal gesuchmaschint: Und es bedeutet eigentlich was ganz anderes als ich dachte!

Struktur ist ein Gefüge, eine Anordnung von Etwas.In allen möglichen Sparten, in der Soziologie(Altersstruktur, Sozialstruktur), in der Mathematik, in der Physik, sogar in der Psychologie gibt es laut OnlineLexikon ein Strukturmodell der Psyche.

Für mich hat Struktur was mit Regelmässigkeit zu tun, das stimmt ja auch, eine Tagesstruktur ist dann also auch eine Anordnung von Regelmässigkeiten. Das unsere Schichtarbeit oft keine Struktur erkennen lässt, passiert, weil sie unregelmässig ist, oder? Denke ich gerade etwas unstrukturiert? Grins. Nicht ordentlich gesammelt und angeordnet, mein Gedenke.

Drauf gekommen auf diese Gedanken bin ich gestern abend, als der JüngstLiebsteSohn mir einen Vortrag vorübte, für die Schule, über die Struktur der DNA. Und dann begann es ist meinen Kopf zu arbeiten, ich dachte, wenn wir schon in unseren kleinsten Zellen geordnet sind, wenn die ganze Welt, das ganze Leben auf einer bestimmten Struktur aufbaut, dann ist es kein Wunder, wenn uns das unstrukturierte Dasein aus den Puschen haut.

In einem Kommentar zu Strukturen die Erste sagte Sigrid, das es auch ausserhalb des Arbeitslebens wichtig ist, dem Tag Struktur zu geben. Da geb ich ihr sooo recht! In der Reha letztes Jahr hiess es, das man sogar ein Burnout Syndrom kriegen kann, wenn der Tag keine Regelmässigen Abläufe hat.
Also müssen wir dann mehr selber dafür sorgen, das es uns nicht ausbummst, plattmacht, wenn die vorgegebenen Gegebenheiten(was für ein Wort, mir fällt kein anderes ein!) keine Struktur, keine Regelmässigkeit erkennen lassen, dann müssen wir selber dafür sorgen, das es in unserem Leben eine Konstante gibt.

Tja,….. how to do this…..

Ich hab heute eine festgefügte Ansammlung von etwas, eine durchsichtige Struktur zerstört, und sie zerfiel in tausend Stücke.Auf Deutsch: ich hab ein Glas zerschmissen. Auch dieses Glas war ein Gefüge. Und die Splitter hinterher auch, allerdings nicht mehr geordnet.

Genauso wie meine Gedanken! Liebe Grüsse in den sonnigen Norden aus dem vernebelten Schmuddertal!

Kat.

Strukturen, die erste

Liebe S.,
wir haben festgestellt, das wir uns vielleicht ein bisschen verzetteln könnten, mit unseren Themen,dass wir uns wiederholen und das wir vielleicht unseren privaten Kontakt mit dem Blogkontakt vermischen. Es passiert, dass verschwimmt, was wir schon beredet haben, und was in den Blog kommen soll. Deshalb stellen wir jetzt jede Woche unter ein bestimmtes Thema. Find ich ein sehr gute Idee!

Wir stellen jetzt den Blog unter eine Struktur.

Thema dieser Woche: Strukturen

Wie sieht es im Alltag aus? Gerade im Schichtdienst vermisse ich Strukturen. 3 Tage Spät, ein Tag frei, dann Frühdienste, dann Nachtdienste, „welches Wochenende hast du frei? Och,schon wieder 3 Wochenenden hintereinander musst du arbeiten, Mensch, da können wir dann ja gar nichts unternehmen.“
Als die Kinder klein waren ,hat das meinen Familienalltag ziemlich belastet. Es hatte natürlich auch Vorteile, ich war zu Hause, wenn der Partner arbeiten ging, seinen nine-to-five-Job, aber vermisst hab ich eine gewisse  Regelmässigkeit schon. Wobei es schön ist, frei zu haben wenn andere arbeiten. Leere Geschäfte, leere Wälder zum Spazierengehen,….Allerdings bin ich besonders im Sommer traurig, wenn ich Samstags abends zum Nachtdienst fahre, aus den Gärten dringen Grillfeuer, die Leute sitzen zusammen und lachen und ich kann nicht dabei sein. (Weil ich in Bereitschaft bin,  die grillbedingten Verbrennungen zu versorgen. ) Es kostet viel Energie, im Schichtdienst soziale Kontakte zu pflegen.

In der Arbeit selber haben wir Strukturen, Gott sei Dank, sonst ginge das kaum. Es gibt gewisse Verrichtungen, die ritualmässig ablaufen müssen, das gibt Sicherheit, ich weiss was ich tun muss, wenns hektisch wird. Standarts nennt man das, glaub ich. Früher fand ich es schrecklich, dass alles nach Plan ablaufen muss, eine gewisse Intuition sollte schon dabei sein. Die Intuition kann ich mir mittlerweile leisten , weil ich Erfahrung habe, da kann ich dann vielleicht auf diese Standarts oder Strukturen verzichten.

Aber für meinen Alltag gehören Strukturen dazu, oder Rituale:
Das gemeinsame Familienessen einmal am Tag,die Mutter am Wochenende anrufen, der Tatort am Sonntag, das regelmässige Sportmachen 2 mal die Woche , wenn möglich!!! grrr, geht ja oft dann nicht, aber VERSUCHEN!
Das fängt mich auf, in diesem ganzen Wirrwarr. Ich glaube, man brennt sonst aus.

Wir haben einen Familienplan in der Küche, wo meine Dienste drauf stehen, und trotzdem werde ich 3 täglich mal mindestens gefragt: Bist du morgen früh daheim? Mama, wann können wir einkaufen gehen? Hast du dieses Wochenende frei?
Dieser Plan gibt mir selber Sicherheit, du glaubst nicht, wie oft ich da selbst drauf gucke. Was kann man machen, wenn es keine Regelmässigkeiten gibt, wie wohl zur Zeit bei dir?

Ach ja, ich glaub ich hab Spätdienst heute, oder? Also,ich muss los! Tschüssy, bis bald in diesem Blog!

Kat.