Liebe S.,

du bist blogfleissig. Ich schaffe gerade nichts, diese normale Arbeitszeit, also kein Schichtdienst, fordert mich echt heraus. Ich glaub, ich hab früher, während des Schichtdienstes, viel weniger geschlafen,im Moment schlafe ich von zehn bis sechs, so viel schlief ich ewig nicht! Jetzt geh ich um 7.00 aus dem Haus, schmeisse vorher die Waschmaschine an, und wenn ich abends um 17.00 oder- mit Nebenjob-, erst um 19.00 heimkomme, dann hab ich diese Waschmaschine vergessen, und stürze am nächsten Morgen hektisch in den Keller, um Männersocken und Jungensstrümpfe über die Leine zu werfen.Ab nächster Woche gibt es einen Haushaltsplan für alle Haushaltsmitglieder, ich schwör! Nur leider bin ich ja so drauf, dass nur, wenn ICH geputzt habe, ich es auch schön sauber finde, deshalb lasse ich mir da nichts abnehmen. Selber schuld also,findest du nicht auch?
Ab nächster Woche kocht auch der JüngstLiebstSohn, ob er will oder nicht, und wenn es nur Brot gibt abends, aber einmal die Woche muss er sich kümmern. Jawoll! Und Mama chillt derweil in der Waschmaschine.
Servus, ich muss schlafen gehen!
Abendliche Grüsse ! Es gab eine wunderschöne Mondsichel am Himmel heute abend! Zwischen den Dächern, siehst du….
Kat.

 

 

Verhext und verzaubert

Liebe S.,

und sind die Wolken bei dir vorübergezogen?
Hier scheint jetzt die Sonne, zum  Glück.
Gestern war tatsächlich so ein Tag, so ein komischer. Putztag, vor dem Spätdienst, ich sollte das lassen, ich hab sowieso nichts von der zeitweilig sauberen Wohnung, wenn ich erst abends um halb 11 wieder daheim bin.
Die PutzhaushaltsGeräte hatten sich eh gegen mich veschworen.Der Wischmopp fiel immer um, kaum stellte ich ihn an die Wand , um den Feudel auszuwringen. Der Staubsauger verfing sich mit seinem Kabel immer unter den Türen, schwungvoll wollte ich alles komplett saugen, da bremste er , der Staubsauger und ich dachte:Hä? ich hab doch 9 Meter Kabel, warum ist der so kurz? Weil das Mistviech hängen blieb. Und dann zerrte und zog ich, und irgendwann war er frei. Dann war alles sauber und ich wollte entspannen , da krachte eine Tonfigur vom Regal und zerbrach. Hatte ich zu wild staubgewischt? Also holte ich den Staubsauger wieder raus, um die Scherben aufzusammeln, und trotz seiner hochgelobten grossen Räder verfing der sich in den Teppichen, die bei mir überall rumliegen. Wusstest du, das mich eine Freundin „Königin der Fleckerlteppiche “ nennt? Jedenfalls rollten die Teppich sich auf und ich riss und zerrte am Staubsauger wie blöd.
Dann fiel auch noch eine volle! Apfelsaftflasche aus der Kiste, weil ich das alles mal sortieren wollte, und wieder musste ich den Flur wischen. Verhext.

Zum Glück musste ich dann zur Arbeit, wer weiss, was sonst noch passiert wäre, womöglich wäre die Waschmaschine wandern gegangen, und hätte die Badezimmertür versperrt, oder die Sofakissen wären geplatzt und die Füllung durch die Wohnung geflogen,…alles ist möglich.
Meiner Familie begegne ich in dieser Spätdienstwoche überhaupt nicht, wir schreiben uns Botschaften. Wenn ich heimkomme, schlafen sie bereits, wenn ich aufstehe, sind sie alle bereits weg.

Aber heute morgen war es schön, der Raureif glitzerte und ich hab ein paar Eisblumensterne fotografiert.

Fazit:Manchmal ist die Welt verhext, und manchmal einfach nur verzaubert.

Hab du auch nen schönen Spätdienst!

Bussi! Kat.