Chakra Lüftung

Liebe K.,

der Rote Bete Salat sieht sooo lecker aus.. ich werde es ausprobieren.. allerdings lieber mit vorgekochter Roter Bete.. wegen der „Lüftung“  🙂

Ich stricke weiter an meiner Mütze und wie es aussieht wird sie bald fertig sein.. so in 2 Tagen.. vielleicht zeige ich sie hier.. mal schauen.. Mir fiel gerade ein, an was mich das Häkeln mit dicker Wolle und grossen Nadeln erinnert hat; an einen Bericht von einer Frau aus Berlin, die dicke Wolle mit den Fingern verhäkelt… ohne Häkelhaken.  sie macht Sitzkissen glaube ich.. tja.. dazu muss man erst einmal Zeit haben.. hier gibts gleich Frühstück im Wintergarten und dann.. trotz arbeitsfreiem Sonntag …Arbeit.. Unglaublich Profanes .. wie Bad putzen und Schreibtisch aufräumen.. und falls es danach immer noch nicht regnet.. Spazieren gehen.. Kaffee trinken, den Sonntag geniessen..

Und dazu gehört auch ein super Tee der die Aura reinigt und unterstützt, er schmeckt sogar ganz gut.. aus dem Allgäu kommt der Tee.. mmmh..

Und an der Packung hing ein Gedicht für einen Zauberspruch.. vielleicht probiere ich das auch noch..lies selbst :

Zauberspruch zum Schweben

Nimm Entenfeder,

Löwenzahn

und einen Löffel

Lebertran

Sprich Hunke-Munke-Mops

dabei

und mische

einen dicken Brei

Schmier Dir

die Nasenspitze ein

Und stell dich in den

Mondenschein

Und schwebst du nun

Nicht in die Nacht

Dann hast du was

verkehrt gemacht

Max Kruse

 

in diesem und anderem Sinne wünsche ich dir einen schönen

hunke-munke mops Sonntag

Deine

S.

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Chakranahrung und Wolllust

Liebe S.,
im Herbst packt einen die Wolllust, scheint mir. Ich hab am Wochenende in Hannover, als ich meine Schwester besucht habe, die gerade auch fleissig Mützen strickt, ebenfalls Wolle gekauft.
Ich häkel Taschen. Aus fetter Wolle, Stärke acht. Ich bin mit der ersten Tasche fix fertig gewesen, zwischen Hannover und Augsburg, unter den erstaunten Blicken der Mitreisenden wuchs die Tasche und war kurz vor München fertig. Siehste mal. Zum Glück gibt es die gleiche Wollkette , wo ich in Hannover die Wolle gekauft habe, auch in Augsburg, und so stiefelte ich dahin,  (ein feines Wort! Hinstiefeln!) und erstand gleich für zwei weitere Taschen die passende Wolle. Du weisst, was ich dir zu Weihnachten schenke, hahaha!
Und da waren sie sehr freundlich. In dem Wollladen. Sie runzelten zwar ein wenig die Stirn: ich hatte mein fertiges Taschenexemplar dabei, und es ist echt sehr simpel zu häkeln, und beide Damen trugen selbstgestrickte Pullover mit Löchern, also absichtlichen Löchern, und waren fleissig am Stricken, aber sie wollten mich nicht bekehren.
So trug ich dann die neue Wolle zum Auto und gönnte mir einen Abstecher in den Esoterikladen. Ich brauchte ein Geschenk für die Liebste des GrösstLiebstenSohnes.
Es hatte sich da verändert. Es war nicht mehr so vollgestopft mit Kram, es war da irgendwie klar, geordnet, und es war wenig schnickschnackig .
Es gab da Traumfänger in Chakrafarben. Haben mir sehr gefallen, und dann ist mir ja unsere Chakrazeit wieder eingefallen und ich dachte an mein Wurzelchakra, und das ich das vernachlässigt habe, und so machte ich mir heute eine Wurzelchakraspeise:
Achtung, das ist ein Rezept: Rote Beete raspeln, Orangenöl, Orangensaft, Meerettich, Balsamicoessig vermischen, Walnüsse hacken, Granatapfel auslösen, SalzPfeffer und so, und dann : Mahlzeit!
Der JüngsLiebsteSohn fand den Salat „übelst strange, voll grinch, wie kann man sowas essen, voll bitter!“ aber der ist ja auch noch jung, der braucht Futter für andere Chakren.
In diesem Sinne!
Beleben wir unsere wolllustigen Energien und häkeln doch einfach drauflos !

Deine Kat.

Von Maria und Erntedank

Liebe S.!
wir wollten doch eine Marienwallfahrt zusammen machen, erinnerst du dich? Wir haben das mal fantasiert. Heute war ich in der Moritzkirche in Augsburg. (Siehe meinen Blogbeitrag auf meinem wechsel-zeiten.blog).
Und dort sah ich sie, diese wunderbare Maria.
Die Moritzkirche ist eine besondere Kirche und es gibt, wie in allen katholischen Kirchen, kleine Seitenaltäre, in denen man still sein kann, Kerzen anzünden kann, sich auf eine Bank setzen zum Beten, ich mag das…..

Nachdem wir diese wunderbare Kirche auf uns haben wirken lassen, die SchönsteTochter und ich, sind wir in diesen kleinen Seitenaltar gegangen.Kerze anzünden muss sein, wenn wir in einer Kirche sind.

Mein Kleingeld klöterte sehr sehr laut in den Opferstock, und dann warf die SchönsteTochter auch noch Geld ein, so zündeten wir also 3 Kerzen an. Vielleicht die dritte für dich? Magst du?
Zu Füssen dieser wunderbaren Maria haben wir die Kerzen angezündet, und ich dachte, wir, du und ich, könnten eigentlich unsere Marienwallfahrt hier, in Augsburg,  beginnen.
Im AugsburgerDom steht eine wunderbare Maria, die mir immer mein Herz erwärmt und von der ich glaube, dass sie mir hin und wieder zugezinkert hat, wenn ich besonders verzweifelt bei ihr Rat gesucht habe.
Und dann steh ich da in dieser Moritzkirche, und da leuchtet SIE in dem Licht, das durch das Fenster hineinfällt. Und ich finde SIE wunderschön, in ihrem silbernen Leuchten.
Und just in diesem Moment meiner Ergriffenheit betritt ein altes Weiblein die Seitenkapelle, murmelt:Heilige MutterGottes,voll der Gnaden, gebenedeit…. und ruft aus: Wie schön du bist! Heilige MutterGottes!Und fragt, an uns gewandt: Es ist wegen ErnteDank, oder, das sie so schön ist….

Und entfernt sich murmelnd: Heilige MutterGottes, wunderschöne MutterGottes,….
Und ich denke, ja, Ernte Dank, morgen ist ErnteDank, wir haben allen Grund zu Danken, ICH habe allen Grund zu Danken, für alles, für das Brot, was ich habe, für die Menschen, die ich kenne, für all die Liebe, die mir begegnet.
Starten wir unsere Wallfahrt hier, was meinst du?
Es gibt hier auch ein Pilgerbüro.
Wann machen wir uns auf den Weg?
Voller Liebe, …

Deine Freundin Kat.

Bio und Entspannung

Liebe S.,

ich hab dein EinhornDuftGel  heute gesucht und nicht gefunden, und bin stattdessen in den hiesigen Bioladen marschiert.
Hab ich dir darüber bereits mal geschrieben?
Es ist eine Bioladenkette, die Verkäuferinnen darin sind aber so gechillt , da denk ich immer: Oh Mädels, was flössen die euch ein? Ganz entspannt ziehen sie die Waren über den Scanner, fragen fünfmal, ob du wirklich keinen Kassenbon möchtest und sicher keine Punktesammelkarte hast?
Sie fragen so freundlich, dass die alte Dame vor mir ihre Geldbörse ausleert, und alle ihre Karten zeigt, weil sie der Kassiererin mit ihrer Punktekarte eine Freude machen möchte. Leider hat die alte Dame wirklich keine Punktekarte, und dann wird aufgeklärt, was das mit der Punktekarte auf sich hat.
Die alte Dame entscheidet sich aber trotz der Freundlichkeit der Kassiererin gegen das Ausfüllen des Antrages zum  Besitz und Gebrauch einer Punktekarte.
Ich atme auf.
Es geht weiter!Ganz entspannt und ruhig werden die Waren der nächsten Kundin über den Scanner gezogen. Das Gemüse wird eingetippt. Wieder zurückgeholt. „Vielmals Entschuldigung, die Kasse hat das Gemüse nicht erkannt, muss ich erneut drüber ziehen!“ Aha, das liegt an der nicht-genormten EU-kompatiblen Gurke.
Fertig, alle Waren eingetippt. Die Kundin zahlt bar. Ohweh, das Kleingeld reicht nicht. Der Ehemann der Kundin kramt ebenfalls in seiner Jackenjacke. Da, er hat die 12 Cent, die fehlen, ich bin sehr froh.
Ich bin die nächste. „Ich möchte keinen Kassenzettel und ich habe keine Punktekarte, “ sage ich. Die Kassiererin lächelt. „Gerne, “ sagt sie. „Das macht 65, 78. haben Sie eine Punktekarte?“
„Nein!“ mache ich.
„Gut, “ sagt sie, „das sind 5,22 Rückgeld. Brauchen Sie einen Kassenzettel?“

OOHMMM, Shantishanti,…. ich möchte auch das haben, was sie morgens in ihren Tee bekommt! Ich möchte auch diese Geduld und dieses Lächeln haben!

Ich stelle mir vor, wie der Filialleiter morgens seinen Angestellten ein Tässchen Tee verabreicht. In chilliger entspannter Atmosphäre mit sanfter Beleuchtung bespricht das Team die tägliche Aufgabenverteilung.
Lisa übernimmt heute den Brotshop, Jens kümmert sich um den Tofu und Rosalinde macht heute die Kasse.
Der Duft von   Räucherkerzen durchwabert den Verkaufsraum.
Dann schlüpfen sie in ihre grüngelben Verkaufskittel, während der Verkaufsleiter ruft: „Stellt euch einfach vor, das ist ein Sari! Und ihr tragt Espadrillos und der Boden ist warmer wunderbarer Strandsand! Unter den imaginären Palmen liegen wunderbare Kokosnüsse, das Stück 2,25 und die Kartoffeln aus heimischem Anbau sind Papayas!“
Rosalinde tupft sich noch schnell einen Tropfen Patschouliöl aus der Markeneigenen Duftkollektion hinters Ohr und der Tag kann beginnen.

Haha, so läuft das da. Garantiert.

Manchmal begegne ich der Kassierin Rosalinde übrigens in meinem Damenfitness, da drischt sie verzweifelt und zornig auf den Boxsack ein.
GOA!

Deine Kat.

 

 

Karfreitaggottesdienst,…

…aus einer schönen alten evangelischen Kirche zur Sterbestunde Jesu…..

Liebe S.,
ich war im Gottesdienst. Ich hatte heute das Bedürfnis dazu.

Karfreitag hab ich immer zelebriert , in dem ich „Jesus Christ Superstar“ angehört hab, dieses Musical, und da gibt es dann die Szene, wo der Hammer klopft und „Jesus “ ruft: „My God, why have you forgotten me!“ Da hab ich dann immer geweint. Dieses mal aber dachte ich mir: Ich brauch einen Gottesdienst, ich, die evangelisch- lutherisch getauft ist und laut meiner Mutter katholischer als der Papst ist. Weil ich dieses ganze Weihrauchgedöns und Gebimmel so mag und vor allem! weil wir in München so einen tollen katholischen Pfarrer hatten, der mich sogar in den Pfarrgemeinderat berief, obwohl ich evangelisch bin, weil dem Herrgott ist es egal, ob katholisch oder evangelisch.

Gut, also heute: Alte evangelische Barockkirche im Herzen Augsburgs.(Die Katholen feiern den Karfreitag nicht so.)
Ich wollte eine alte Kirche, da ist mir ein bisschen heiliger als in diesen modernen kühlen Gotteshäusern.

Der Pastor trug einen schwarzen Talar mit weissem gefälteltem Kragen. Der war sauber, der Kragen und der Pastor begrüsste jeden Besucher mit Handschlag. Mich nicht, denn ich witschte vorbei, ich wollte ihm noch nicht die Hand geben, ich kannte ihn ja nicht. Dann kam er später und verteilte Kissen. Damit der Gottesdienst nicht so hart wird, hat er gegrinst.
Derweil betrachtete ich die bedrohlich dunklen Gemälde an der Kirchenwand.

Das Orgelspiel begann, es war kurz vor drei .Die Sterbestunde Jesu ist um 15.00 genau.
Es begann mit leichten sanften Tönen, und um drei Uhr ertönte die Orgel mächtig, gewaltig, mit Disharmonien, es brauste und tobte und sauste, und dann schlug die Uhr im Gotteshaus mit leichtem glockenhellem Klang erst vier, dann drei mal, und die Orgeltöne wurden wieder leicht und wehmütig.
Toll.

Ich beobachtete die Leute.
Eine Grossmutter wollte mit ihrem Enkelkind auf die Toilette, aber sie schaffte es nicht, die schwere Kirchentür zu öffnen. Da huschte eine junge Frau zu ihnen hin, und drückte die schwere Klinke hinunter und öffnete die Tür.
Während einer feierlichen Orgeleinlage wollte der Küster mit dem Klingelbeutel losgehen,aber der  Pastor(oder sagt man in Bayern auch zu einem Evangelischen Pfarrer?) hat abgewinkt, und geflüstert: Jetzt nicht, passt nicht.

Der PastorPfarrer begann  seine Predigt , und ich fand irgendwie Trost in den Worten. Er sprach vom Zusammenrücken in Katastrophenstunden, vom sich-aufeinander-besinnen in der Not , und ich dachte, ja, das passt.
Er verlas den 22. Psalm: Mein Gott ,warum hast du mich verlassen? Und das ist der , der mich so anrührt, denn das macht Jesus so menschlich in meinen Augen. Dass Jesus zweifelt und Angst hat, wie wir alle.

Dann sang die Gemeinde mit dünnen Stimmen unbekannte Lieder, vom GolgathaFelsen und ich dachte daran, wie ich da letztes Jahr stand , an diesem Felsen in der Geburtskirche in Jerusalem und mir so gar nicht heilig war dort.

Dann erschallte erneut die Orgel, es wurde der Segen gesprochen und beim Hinausgehen gab ich dem PastorPfarrer die Hand und er wünschte von ganzem Herzen einen gesegneten Feiertag.

Das wünsche ich allen und dir vor allem auch!

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Liebe Grüsse Kat.

(Ach ja, nur zur Info: Im Evangelischen legt man mehr wert auf das Sterben Jesu als auf die Auferstehung. Die zelebriert man im Katholischen mehr. So ist das. Weisste Bescheid. Deshalb bin ich gerne beides. Sozusagen Ökumenisch 😉 )

Schutzpatrone

Liebe K.

der offiziell beauftragte Schutzpatron des Pflegepersonals soll ein Kamillus von Lellis sein.. schon mal gehört ? Ich nicht.. für mich war und ist es immer du gute alte Florence Nightingale..

Aber heute werde ich auch Kamillus bitten mir (unbekannter Weise) über den Arbeitstag zu helfen.. und auch Maria wird gebraucht… ich hoffe sie hat Zeit..

Denn heute wird es ernst.. schlimmer geht ja bekanntlich immer.. aber heute arbeiten wir zu 4.   Zwei vom Stammpersonal und 2 Mal Zeitarbeit… weil sooo viele krank sind. Eigentlich müssen wir 5 vom Stammpersonal sein und eine Hilfe, zB. ein Praktikant oder so.. da wird was auf uns zukommen heute…

wohl ist mir dabei nich heute..

S.

Verhext und verzaubert

Liebe S.,

und sind die Wolken bei dir vorübergezogen?
Hier scheint jetzt die Sonne, zum  Glück.
Gestern war tatsächlich so ein Tag, so ein komischer. Putztag, vor dem Spätdienst, ich sollte das lassen, ich hab sowieso nichts von der zeitweilig sauberen Wohnung, wenn ich erst abends um halb 11 wieder daheim bin.
Die PutzhaushaltsGeräte hatten sich eh gegen mich veschworen.Der Wischmopp fiel immer um, kaum stellte ich ihn an die Wand , um den Feudel auszuwringen. Der Staubsauger verfing sich mit seinem Kabel immer unter den Türen, schwungvoll wollte ich alles komplett saugen, da bremste er , der Staubsauger und ich dachte:Hä? ich hab doch 9 Meter Kabel, warum ist der so kurz? Weil das Mistviech hängen blieb. Und dann zerrte und zog ich, und irgendwann war er frei. Dann war alles sauber und ich wollte entspannen , da krachte eine Tonfigur vom Regal und zerbrach. Hatte ich zu wild staubgewischt? Also holte ich den Staubsauger wieder raus, um die Scherben aufzusammeln, und trotz seiner hochgelobten grossen Räder verfing der sich in den Teppichen, die bei mir überall rumliegen. Wusstest du, das mich eine Freundin „Königin der Fleckerlteppiche “ nennt? Jedenfalls rollten die Teppich sich auf und ich riss und zerrte am Staubsauger wie blöd.
Dann fiel auch noch eine volle! Apfelsaftflasche aus der Kiste, weil ich das alles mal sortieren wollte, und wieder musste ich den Flur wischen. Verhext.

Zum Glück musste ich dann zur Arbeit, wer weiss, was sonst noch passiert wäre, womöglich wäre die Waschmaschine wandern gegangen, und hätte die Badezimmertür versperrt, oder die Sofakissen wären geplatzt und die Füllung durch die Wohnung geflogen,…alles ist möglich.
Meiner Familie begegne ich in dieser Spätdienstwoche überhaupt nicht, wir schreiben uns Botschaften. Wenn ich heimkomme, schlafen sie bereits, wenn ich aufstehe, sind sie alle bereits weg.

Aber heute morgen war es schön, der Raureif glitzerte und ich hab ein paar Eisblumensterne fotografiert.

Fazit:Manchmal ist die Welt verhext, und manchmal einfach nur verzaubert.

Hab du auch nen schönen Spätdienst!

Bussi! Kat.

Motivierungsschreiben oder „sei einfach mal Königin“

Liebe S.,
(für alle Leser: Wir schreiben auch noch Emails, in denen sehr sehr persönliche Dinge stehen, es scheint so, als hätten wir sonst gar nichts zu tun, grins…)

So, heute kam ein langes Email von dir, und was ich daraus  lese ist, dass der Alltag auffrisst, das alles zu nahe kommt, das keine Zeit bleibt, das abgrenzen, ausruhen, auftanken so schwierig ist. Kenn ich. Kenn ich. Seufz….Ich lebe zwar nicht auf einer halben Baustelle, aber ich kenn diese Situationen, wo ich nur noch für mich sein möchte. Wo ich mich danach sehne, dass niemand an mir zerrt, niemand etwas will,niemand mit mir spricht,… endlose Liste.

Ich bin ja mit dem „Göttinnen altern nicht“ Buch ein bisschen weiter gekommen,fast 2/3 hab ich geschafft, und ich sage dir: Lies es. Nimm dir Zeit dazu. img-20161004-wa0003Es ist zwar nicht esoterisch, und bezieht sich nicht auf Göttinnen unbedingt, aber was die Autorin immer wieder, manchmal auf eine sehr grossmütterliche Art sagt, ist:
Sei du. Sei so glücklich mit dir, weil du gut und perfekt bist, wie du bist. Vergib dir.Akzeptiere, dass du nicht so bist, wie es andere von dir erwarten. Nimm dir deine Rechte, nimm dir das Recht, nein zu sagen, nimm dir das Recht, Dinge zu machen, auf die DU Lust hast. Die dir gut tun.
Hei, wir sind klasse! Ja, und wir dürfen grummeln, wir dürfen meckern, wir dürfen Ansprüche haben, wir dürfen uns nur nicht verbiegen. Denn wenn wir nicht mehr wir selbst sind, und nicht in Wahrheit zu dem stehen, was wir wollen, dann merkt das Gegenüber sofort, dass wir dann in dem Moment angreifbar sind. Verletzbar. Ich stelle mir in solchen Momenten vor, ich hab ne Krone auf dem Chakra  Kopf (zuviel ChakraGedöns gelesen, aber das hilft mir auch gerade mich zu erden!), und mit ner Krone muss ich ja erhobenen Hauptes gehen, oder? Sonst rutscht die mir vor die Augen, wie doof sieht das dann aus! Mit ner runtergerutschten Krone nimmt niemand die Königin mehr ernst. Also, erheb dein Haupt und sag:
*****Nein! Jetzt drehe ich mich mal um mich selber.
Ich bin jetzt das Zentrum allen Seins. ****

Ohhmmmm mal wieder.
Versuchs mal. Und schreib, ob das funktioniert!

Kraftspendende Umarmung!

Kat.

Im Lot sein und bleiben

Liebe K.

guten morgen !  So wie der Buddha auf dem Bild würd ich so gern da sitzen. In Ruhe. Einfach Sein. Aber die Affengedanken, die hin und her springen, machen mir es schwer zu meditieren. Dies und das und bla und hier und 1000 Assoziationen..Alles was mir so in den Sinn kommt will bearbeitet werden.. nehme ich als Auftrag wahr und auch noch an.. so doooooooof ! Kennst du das ? Vor lauter Aufträgen und Ansprüchen von aussen, sich selbst mal wieder hintenan stellen ? Hatten wir ja schon in mehrfacher Ausführung dieses Thema.. baaaaaaah.. böse Falle, in die ich wohl allzugern immer wieder tappe. Macht der Gewohnheit würde ich sagen.

Liegt das auch an unserem Beruf ? Wo man immer wieder improvisieren muss ? Wo oft erwartet wird, dass wir unsere Bedürfnisse hinten an stellen ? Waas ? Du brauchst jetzt 5 Min. Pause ?  O.K. kannst du machen.. nachher.. aber jetzt noch bitte schnell dieses Medikament dem Patienten gegeben, damit er sofort auf die Station verlegt werden kann und wenn du schon auf dem Weg dorthin bist, noch schnell den Karton aus dem Lager mitbringen.. und ach ja.. noch den Aufklärungsbogen für die Anästhesie bei Frau XY abgeben, damit sie es schon mal lesen kann usw usw.

WAAAS ? Du brauchst jetzt wirklich eine Pause ? Wir können alle keine Pause machen. S. ! Ja gut o.k. knirschend setzt man sich dann nicht für sich ein.. dieser Aufwand des Gegenangehens und Argumentierens macht es noch anstrengender.. der Weg des geringsten Widerstandes ist… einfach machen.. ach egal… morgen hab ich ja eh frei  oder übermorgen.. dann erhole ich mich..

Und das meine liebe Freundin, dass geht so nicht mehr ! Das geht auf unsere Kosten ! Ich hatte jetzt ein paar Tage Zeit darüber in Ruhe nachzudenken… grummel ! Und auch Gleichaltrige zu befragen.. das geht so nicht weiter ! In unsrem Alter steckt man das nicht mehr so weg wie früher. Das ist eine Tatsache ! Auch wenn zumindest ich das nicht wahr haben will.. ach watt… kann ich schon ab.. ist doof.. aber was solls… Nein ! Eben nicht ! Stopp !Dieses Minus was man sich damit einhandelt kann man nicht mehr aufholen. Genauso wie eine durchgemachte Nacht. Es hängt an ! Braucht länger bis man wieder auf dem normalen Energielevel ist. Das bedeutet… das man möglichst das Minus am gleichen Tag wieder ausgleichen sollte um im Lot zu bleiben ! Keine Überträge in den nächsten Tag mitnehmen ! Das erfordert Disziplin, Eigenverantwortung und auch n dickeres Fell sich dafür einzusetzen.

Uff….wie bekommt man das gut hin ?

nachdenkliche Grüsse

deine S.

Spirits im Spiegel

Liebe S.,

ich bin wieder daheim von meinem Englandausflug, und ich habe gerade deinen letzten Beitrag noch einmal gelesen.
Zuerst zum Thema Ganzkörperspiegel:Wer hat sich sowas ausgedacht? In unserer Unterkunft in England gab es im Bad 3 Spiegel, einer davon Ganzkörper und zwar in der Dusche. Ehrlich, ich hab blind geduscht, sowas hängt man nicht auf in der Dusche , es sei denn, man ist dünn und blind wie die Vermieterin der Unterkunft. Oder man duscht so heiss, das vor Dampf sowieso alles beschlägt.
Dann zum Thema Schuhe: Ja, Jesuslatschen hatte ich auch, und ich fühlte mich so frei damit und wild und verwegen. Ich konnte mit denen überall rumlaufen und sie waren wasserfest und ich konnte damit Flüsse durchqueren, über Felsen klettern, durch Dornen laufen. In Griechenland gab es solche auf jedem Markt zu kaufen. Die hielten Jahre.
In England war ich im Kaufrausch, dem Brexit sei dank war auch alles nicht so irre teuer. Ich hab mir Sandalen gekauft, wie die GriechenlandJesusLatschen- aber in blau. Ich hätte deinen Beitrag vorher lesen sollen, diese Sandalen sind flach, zwar gepolstert, aber der Rücken rumpelte erst einmal bei jedem Schritt, und der Kopf dröhnte. Doch zum Glück ging das vorbei, ich hab mich an die Dinger gewöhnt, und hübsch sind sie auch, finde ich.
England ist wunderschön, du weisst es, du warst ja auch bereits ein paarmal dort.
Ein Muss ist es für meine Freundin(die dort lebt) und mich, nach Glastonbury zu fahren. Ich hab ein bisschen gemosert, ob des Kitsches dort, der an manchen Ecken anzutreffen ist, aber sie hat mich zu Recht zurechtgewiesen, dass es doch toll ist, das es in unserer Zeit einen Ort gibt, an dem kleine Geschäfte überleben können. Und es gibt dort viele Geschäfte mit vielen verschiedenen Dingen, unabhängige Buchläden, Edelsteinläden, Schmuckgeschäfte, Dies und Das,Trolle, Elfen, Totenköpfe, Zauberbücher, Kartenlegedecks….
Ich hab mir die Karten legen lassen, ich wollte das, und es war gut. Die Kartenlegerin war sehr sympathisch, sie hat aber nicht wirklich was neues erzählt.Vielleicht erzählen sie einem auch , weil sie einen geschickten Psychologischen Blick haben, was du hören möchtest. Ich werde geliebt,sagte sie, und hinter mir sehe sie viele Spirits. Und als ich verriet, das ich Krankenschwester bin, sagte sie, deshalb seien es so viele, die hinter mir stünden, sie wären alle da, um zu sagen, dass sie dankbar seien für das, was ich ihnen getan hätte.Huuuuh! Als ich fertig war, wollte ich ganz schnell raus da, und meine Freundin wollte die Tür fix schliessen, damit sie nicht alle hinterkommen, wenn wir auf den Glastonbury Tor gehen.Aber denkste, Puppe, die Tür blieb auf, und so gingen wir mit den ganzen Spirits auf den Berg , um gute Schwingungen zu sammeln, wie die Readerin empfohlen hatte. Ich bin gerne da oben.
Vorher hatten wir noch eine Quelle entdeckt, in einer Höhle. Die geübten Glastonbury Besucher wissen sicher, wie die heisst, ich hab es vergessen. In der Höhle war ein gemauertes Becken mit klarem Wasser und überall Teelichter und Kerzen und eine wunderbare kühle frische Luft. Menschen haben gebetet.Das war sehr schön dort.

Als wir auf dem Tor waren, war es dann nicht mehr ganz so heilig, es gab viele laute lärmende Besucher. Aber trotzdem mag ich es da oben. Man sieht so weit in die Landschaft hinein, der Wind weht und ich kann schweifen lassen, Blick und Gedanken.

Am nächsten Tag sind wir dann ans Meer gefahren, um zu wandern. Noch einmal Wind um die Nase wehen lassen, Kopf durchpusten lassen, von anderen Wanderern überholt werden, egal, auf dem Golden Cap stehen , stolz sein auf den Weg , den wir zurück gelegt haben. Fotos später anschauen, die die Freundin von mir gemacht hat, ich mit Rucksack, schwitzend, den Berg hinauf kämpfend. Bitte löschen, hab ich gesagt. Warum? Ich war glücklich, nur nicht vorteilhaft, von der Perspektive her. (Ach Mama, hat die SchönsteTochter später gesagt, wenn ich wandere mit Rucksack, sehe ich auch aus wie Lara Croft! Da musste ich lachen. Eine in die Jahre gekommene Lara Croft bin ich!)

Das hat gut getan. Alles. Der Wind, das Meer, das Gehen, das Denken,
Ja, und natürlich Gespräche mit der Freundin, Gespräche, die den Blickwinkel ändern, das hat auch gut getan.(Danke noch mal, liebe F., wenn du das liest)

Mal sehen was wir, du und ich, zu bereden haben, wenn ich Dienstag komme! Und was sich danach dann verändert hat im Kopf.

Bis spätestens dann! Kat.