Vom Alters-Starr-Sinn und Verbündeten

Wuhuuu!

Liebe S., heute ist Freitag! Du hast Urlaub und ich freies Wochenende, haha!
Seit einigen Tagen bin ich ja auf meiner neuen Arbeitstelle, und ich sag dir, es ist kein Leichtes, wieder von vorn anzufangen, wenn man eigentlich ein alter Hase ist!
Ich fühlte mich auf meiner vorigen Station so sicher und kompetent, und jetzt muss ich nachfragen und mit grossen Augen zugewandt den Erklärungen der alteingesessenen Kolleginnen lauschen.
Und mach mir so meine Gedanken, ob dort alles so gut und fortschrittlich ist, wie das eigentlich sein sollte. Auf dieser Station ist man seit 30 Jahren untereinander bekannt, hat gemeinsam das Examen gemacht, arbeitet seit Jahrzehnten miteinander, und ist so richtig schön eingespielt.

Und dann kommt Kat. da an, und denkt: Ich  kenn das anders. Ich würde das anders machen.
Aber Kat. hält erst einmal noch brav die  Klappe, und passt sich (vorläufig) an.
Bis heute eine andere Kollegin sagte: Wenn du dann nächstes Jahr ganz kommst, dann machen wir das anders!

Ich bin dann ja erst mal wieder ein paar Monate weg, zum Lernen, und wenn ich dann zurückkomme, werde ich sanft und vorsichtig schauen, ob ich nicht doch was ändern kann. Mit dieser anderen Kollegin.

Vorsichtig weil: wenn man 15 Jahre lang Formulare zurechtgeschnippelt, überklebt und ausgemalt hat, dann möchte man nicht , das da eine kommt und sagt: Du , da kann man im Computer was runterladen. Soll ich dir zeigen, wie? Und dann wird gegrummelt und geklebt und gemurmelt: Des ham ma allerwei scho so gmacht!
Nun gut, denkt sich die Fortschrittliche, gut Ding will Weile….
Und diskutiert dann auch nicht lang, wenn die Meinung herrscht: Das Medikament L. macht SÜCHTIG! (Was ist Sucht? denkt sich Kat., wenn du nach Absetzen des Medikamentes Herzrasen, Depressionen, Schwitzanfälle bekommst, ja, dann war das ein Suchtmittel. Aber wenn der Pat. sagt: das hat mir so geholfen, die Schmerzen waren weg, ich möchte das bitte wieder,… ist das dann auch Sucht? Hm….)
Kat. schweigt.
War ja nur eine Diskussion. Und noch kein schmerzgeplagter Patient.

Aber schön ist: Weil in dieser meiner neuen  Abteilung alle! um die 50 plus sind, begegnen mir Frauen, die auf dem Gang hinter ihrem Arbeitswagen sich  mit  einem Handtuch den Hals und den Kopf abwischen und lachend sagen: Depperte  Hitzn!Wanns bloss bald um war!
Und mich verschwörerisch anlächeln, und ich sag: Irgendwann ist das auch rum!
Und dann lachen wir alle.
Klimakterische Grüsse

Kat.

Blogwoche: Kultur I.

Hellou, my friend,

starten wir ein neues Wochenthema? Unter dem Thema Kultur , das ist ein Riesenthema!
Kulturelle Identität, Kulturschaffende, Kulturbeutel, Trinkkultur, Blutkultur, Fisch aus Aquakultur … Dieses Wort begegnet mir ganz oft.
Draufgekommen bin ich eigentlich, weil wir letztes Wochenende im Theater waren, so richtig Voll-Kultur, Antigone von Sophokles.
Erst sass ich da im Parkett, 4. Reihe,  und dachte:Ein Hörspiel wollte ich nicht für 50 Euro hören, grummel, denn ich konnte nichts sehen. Antigone und ihre Schwester Ismene lagen nämlich am Boden und stritten sich, und in der Reihe vor mir sass ein riesengrosser Mann.
Dann hatte ich Mühe , der Sprache zu folgen, es war anstrengend , den Worten, die sie da so auf alt und Theatersprache sagten, konzentriert zu folgen und sie zu verstehen. Zum Glück hatte die SchönsteTochter vorher eine Inhaltsangabe gemacht, sonst hätte ich nicht gewusst, worum es geht.
Aber nach einer Viertelstunde war ich in der Sprache drin, und konnte gebannt zuhören, und hab mitgefühlt, als Antigone schrie und weinte, denn sie wird ja dann eingemauert, und der König Kreon, den fand ich schrecklich, und sein Sohn Haemon, der Antigones Bräutigam ist, war ein in meinen Augen profilloses Weichei. Die Geschichte nahm mich gefangen.

Es gab auch eine Dienerin in dem Stück, die kommentierte, erzählte und Rat gab.Sie war eine alte Frau, und die fand ich so toll! Meine kulturell gebildete SchönsteTochter erklärte später, in diesen Antiken Theaterstücken gibt es immer einen Chor, der die Geschichte erzählt, den sollte wohl die Alte Frau ohne Namen verkörpern.
Jedenfalls , als es dann am Ende an den Beifall ging, war ich kurz davor, den König Kreon nicht zu beklatschen, weil er in meinen Augen Schuld an der ganzen Misere ist, am Tod von Antigone, am Tod seines Sohnes Haemon, und Kreons Ehefrau, die goldene Königin, hat sich dann auch noch umgebracht, weil sich ihr Sohn selbstgetötet hat, weil sein Vater Antigone nicht verziehen hat, die wider das Gesetz aber für ihr Gewissen handelte.
Ich dachte dann, der Schauspieler hat ja nur seine Arbeit getan, der kann  ja nichts für seine Rolle, und  es ist ja eine Kunst , es so darzustellen, das ich ihn dann als Kreon sehe und nicht als Schauspieler.
Also hab ich ihm Beifall gezollt.

Ich konnte dann irgendwann übrigens wunderbar auf die Bühne sehen, der grosse Mann vor mir ist eingeschlafen gewesen und vornüber gekippt, dieser Kulturbanause!

Was fällt dir zu Kultur ein? Looking for it!

❤ Kat.

Morgengedanken

Liebe S., draussen stürmt und regnet es, ich sitze vor dem Taschenrechner und stelle entsetzt fest, wieviel weniger Gehalt mir bleibt, weil der Schichtdienst wegfällt und die Schichtzulage.
Wiegt weniger Geld ein geregelteres Leben auf? Ja, denke ich.

Ich wurde gestern gefragt, ob ich abgenommen habe, die Waage sagt NEIN, aber meine Körperhaltung vielleicht strahlt das aus, meine Energie, weil es Spass macht zu lernen, weil ich wie ein Schwamm bin , der all diese Informationen aus der Schulung aufsaugt,ich kann es zwar noch  nicht weitergeben, weil ich noch zu viel nicht kapiert habe(Von Checkpointinhibitoren und  Biomarkern), aber ich lasse es in mich hineinfliessen, und fülle mich damit.

Und hab beschlossen, dann macht weniger Geld vielleicht doch glücklich.

Keep calm and nurse on. Hahaha!
Dir einen schönen freien Tag!
Kat.

Lernen…..

Liebe S.,
du hast sehr schöne Beiträge geschrieben die letzeten Tage.
Während ich im Hörsaal sass und mein Gehirn fütterte mit neuen interessanten wissenwerten Dingen. Und am Abend, damit der ganze Stoff nicht gleich wieder flöten geht, ganz brav an meinem Schreibtisch gesessen bin und das wichtigste auf Karteikärtchen geschrieben habe.
Vielleicht wird die erste Euphorie bald verfliegen, aber noch ist es spannend, und ich bin wissbegierig und schaue den Stundenplan für nächste Woche an und denke: Wow, toll: Umgang mit gefährlichen Stoffen, Einführung in die Onkologie, Schmerztherapie, ….alles alles her zu mir! Rein in meinen Kopf, bitte!

Psychoonkologie: Resilienz: Definition lernen(Widerstandskraft von Individuen angesichts belastender Lebensereinisse) . Copingstrategien, was für ein Wort! Der JüngstLiebsteSohn entwickelt Eselsbrücken für mich: „Coping ist die Vorstufe vom Doping“. Aha! Coping ist Bewältigung, wenn ich es nicht schaffe, dann muss ich mich dopen. SuperEselsbrücke!
Gemerkt!
Vor ein paar Jahren besuchte eine Veranstaltung  bei meiner SchönstenTochter in der Uni, weil sie einen Abend gestaltet hatte zum Thema Zivilklausel, und ich sass da im Hörsaal, lauschte dem Vortrag eines Professors aus Bremen und dachte: Schade, dass meine Zeit um ist, ich hätte gerne studiert.
Aber meine Zeit war nicht um. Ich mach das jetzt.
Ich bin übrigens NICHT die ganz älteste, eine Kollegin toppt mich um ein Jahr und 3 sind um die 40, der Rest ist jung, aber die meisten sind so symphatisch, und …ach, ich finde es einfach spannend.

Werde weiter berichten!
Kat.

Re: Neuigkeiten

Liebe K.,

das hört sich doch alles nach ner guten Herausforderung auf verschiedenen Ebenen an.

Zum Glück bist du nicht allergisch auf Nüsse..bei mir ist das unklar.. manche kann ich ab und manche nicht.. Bio Nüsse gehen gar nicht.. wegen denen durfte ich schon 2 Mal abends in die Notfallpraxis.. Fazit des Arztes:  wenn sie in ihrem Alter plötzlich auf Nüsse allergisch sind, hat es whs. nichts mit den Nüssen zu tun sondern mit den Mitteln, mit denen die Nüsse behandelt werden. Die sog. Antischimmelmittel… und die sind natürlich bei den Bio Nüssen anders..  ?… genau.. die sind sie nicht gewohnt und darauf reagieren sie wohl allergisch..

Gedächtnistraining scheint mir ne gute Sache.Alle Bundesländer und deren Hauptstädte aufsagen.Neues machen ,ausprobieren.. ungewohntes.. mit links das Brot ( als Rechtshänderin) schmieren usw usw, damit sich neue Bahnen im Gehirn bilden können.

In ein Team zu kommen, dass schon seit 20 Jahren zusammenarbeitet, kenne ich. Bisher habe ich das 2 Mal erlebt.Es war nicht einfach…. alles was neu ist , ist falsch. Haben wir schon immer so gemacht, altbewährt, auch wenn man als Neue sehen konnte, das es umständlich nicht effizient und unnötig kompliziert war..Uff. da sollte man sich glaube ich etwas zurückhalten.. und abwarten.. insgesamt bin ich bei beiden Stellen nach ein paar Wochen gut klar gekommen. Ich glaube, dass eins der Geheimnisse darin besteht sich als Teil des Teams zu fühlen und aus dieser Sicht die Dinge zu betrachten. Und natürlich reden mit den Kollegen.. fragen warum sie was so und bei der Arbeit machen, was sie so privat machen, wie ihre Haustiere heissen usw. , sich einfach für sie interessieren.. und zwar echt und herzlich. Es sind neue Menschen die man da kennenlernt… und ja, liebe K. man hat bestimmt auch seine Schubladen nach all den Jahren. Man kennt bestimmte Typen in den Berufen und kann sie einsortieren.. und gerade die, die in unserem Alter sind.. egal..

Du wirst dich auf sie einlassen und sehen was passiert.

Und in der Zwischenzeit gibts gesunde Ernährung !

Wusstest du, dass die Smoothies mit Obst auf Dauer zu Diabetes führen ? Zuviel Fruchtzucker.. krass… und unsere Apfelsorten sind zum Teil so gezüchtet , dass sie nicht mehr sauer sondern auch süss sind. Manche enthalten fast doppelt soviel Fruchtzucker wie die Ursprungsorten.Das hat neulich der Diabetologe im Krankenhaus bei uns erklärt.. noch gibt es keine Langzeitstudien.. aber das sei schon mal gesichert..

Die Industrie muss ihr Geld verdienen, deshalb werden zu den Produkten auch die jeweiligen Bedürfnisse ge -und erfunden . Alles scheint machbar soll uns suggeriert werden, wenn wir nur das richtige Mittelchen nehmen und die “ Tricks“ kennen.Wer nicht von sich aus gut lernen kann, muss nur richtig gepusht und gedopt werden. Dann klappt das schon.

Gute Apothekerin erwischt. Es stimmt schon.. entweder schaffst du das schulische lernen oder nicht. Ich denke du schaffst das, weil du neugierig genug bist.

Bin gespannt wie es weitergeht!

Auch Bussi

S.

Neuigkeiten

Liebe S.,

  • Neue Arbeit: Gut. Viel weniger stressig als Leben retten auf der Intensivstation. Was vielleicht auch daran liegt, das ich erst mal nur zuschaue und mitlaufe, bzw. mitsitze, es ist unglaublich viel Administrative Arbeit.(Hab mir gestern ein Diätbuch gekauft, damit ich nicht kugelig werde, wenn mein Grundumsatz sinkt)
  • Neue Kollegen: ein Team, das seit 20 Jahren in derselben Besetzung arbeitet. Sowas schon mal erlebt? Ich nicht. Alle so in unserem Alter. Wie fühle ich mich da? Hmm… werde ich noch feststellen, denn sonst hab ich ja überwiegend mit jüngeren Kolleg/innen gearbeitet.
  • Kleines, überschaubares Haus: Erinnert mich an meine Arbeitsanfangszeiten, jeder kennt jeden, jeder spricht mit jedem, sogar der Geruch erinnet mich an Anno Dunnemals…
  • Gestern ein Netzwerktreffen, zu dem die Teilnehmerinnen des Onkologiefachkurses eingeladen waren, auch was ganz Neues für mich.Ein Netzwerktreffen, wo man sich austauscht, bespricht, und das alles auf Arbeitszeitkosten. (Dauert aber nur eine Stunde, hurtig hurtig ging der Austausch!)
  • Montag beginnt dann der Fachkurs.Da bin ich mit Abstand die Jüngste( da war der Wunsch Vater des Gedanken!) die Älteste . Auch das wird wieder eine Herausforderung, lernen, nicht einschlafen während des Unterrichts, aufnehmen, umsetzen… aber ich bin ja langjährig berufserfahren.

Ich war übrigens vorgestern in der Apotheke, weil ich Gingko Tabletten kaufen wollte, denn ich denke, dass man damit sich  besser was merken kann.

Die Apothekerin schaut mich an und fragt: Wofür brauchen Sie das? Ich sag stolz: Ich muss wieder was lernen. Ihr Blick wird zweifelnder: Also, da bin ich mir nicht sicher, ob das was nützt. Das kann man oder man kann es nicht.Oh, dachte ich, seh ich unintelligent aus, das sie denkt, da nützt gar nichts mehr? Haha!
Aber Ginkgo soll auch gegen Tinnitus helfen, und das hat er JüngstliebsteSohn im Moment wieder, also hab ich die Tabletten für ihn gekauft.Die Apothekerin war recht zuversichtlich, dass diese Tabletten gegen Ohrgeräusche helfen können, und dann werde ich ihm vielleicht ab und zu mal eine stibitzen.

Jetzt lese ich in meinem Diätbuch und trinke Abendtee! Bussi!

Kat.

Holy!

Liebe S.,
Nachtdienstmüdigkeit sorgt für übersteigerte Wahrnehmung, da sind die Sinne noch mehr geschärft. Denn man muss sich in dem Fall besonders schützen , weil man nämlich viel zu müde ist, um sich reaktionsschnell gegen einen Säbelzahntigerangriff zu wehren.
Und vielleicht kam der Rauch aus dem Nebenhaus, und zog leise durch Euren Türritzen und verwirrte Eure Sinne.Aber möglicherweise war es doch ein Marienhauch, ein Zeichen, eine Botschaft….

Ich fürchte mich nicht mehr vor solchen Wahrnehmungen, die ich durchaus auch immer wieder mal habe. Sei es das Gefühl, es stünde jemand hinter mir in der Küche,der wird freundlich begrüsst, der geht dann schon wieder. (Später erfuhr ich, das das einen Grund hatte, dieses Gefühl, aber das führe ich nicht weiter aus, sonst schickt man mich in die Klappse).
Es ist nicht schlimm, und es ist auch gut, das wir uns nicht alles erklären können.

Ja, wir gucken weiter nach besuchbaren MarienOrten, ich finde die Idee toll. Denn oft sind diese Pilgerstätten an Heiligen Alten Kraftorten entstanden. Ich war mal , ich weiss nicht wo, an einem solchen Marienanbetungsort, und ich habe dort tatsächlich eine besondere Kraft gespürt. Es war in dem Fall bekannt,das seit frühester Zeit die Menschen dort gebetet, gefeiert, gehuldigt haben.  Das Wasser dieser Quelle war schon vor der Christianisierung heilig. Deshalb-ich denke, wir können eine Marienpilgerfahrt unternehmen, einfach auf der Suche nach  Kraft, nach Frauenkraft, nach mütterlicher Kraft, so in etwa.
Mein erster Arbeitstag in der neuen Arbeit:Stress zu haben ist immer Ansichtssache und liegt am Training.
Fazit: Ich kann viel Stress ab!
Schlaf dich gut aus!

Kat.

 

(Das Beitragsbild hab ich mir von einer sehr lieben Arbeitskollegin ausgeliehen, ich hoffe das ist in Ordnung!)

 

Re: Los gehts…

Liebe S.,
das mit dem wilden Sylvesterfeiern, ehrlich, ich bin froh, das ich das nicht mehr kannbrauchmuss…ich hatte gestern eins meiner Kinder sylvesterkrank bei mir auf dem Sofa liegen  ❤   😉
Heute hatte ich auch noch einen Auszeittag, morgen geht es dann los auf der neuen Arbeit und in 2 Wochen drücke ich die Schulbank wieder.
Heute nachmittag fiel Schnee, und so hab ich meinen Neujahrsspaziergang heute nachgeholt, es ist doch egal, an welchem Tag man das neue Jahr beginnt.
Der Schnee hat alles so klar gemacht, die Luft, die Wege, die Bäume und Büsche, das ist alles wie verzaubert gewesen.

Viel Schnee ist es nicht, aber genug erst mal, finde ich, ich muss morgen länger mit dem Auto zur Arbeit als sonst!
Uuuuhuuu, ich bin ein bisschen aufgeregt!
Aber, durch die ganzen tollen Abschiedsworte meiner Kolleginnen und ihrer Schultüten und Überlebenspakete kann ich dem Ganzen Neuen ohne Furcht ins Auge blicken.
Und zur Not , wenn ich mir nichts merken kann in der Schule, helfen GingkoTabletten, Ach Mist! Deshalb war ich in der Apotheke, um mir welche zu kaufen! Und als ich dort stand am Thresen hatte ich vergessen , was ich kaufen wollte!

Also, Devise für 2017 : Train my Brain….
Machs gut! Kat.

Re.:Siufeschter

Liebe S.,
das ist ein komisches Wort, ich überlege, ob das  nach zuviel Sektkonsum ensteht, das man Sylvester so ausspricht?
Für deinen letzten Beitrag sag ich danke, für diese schönen warmen Worte.

Und ich lasse es mir nicht nehmen, zum Jahresende auch noch meinen Senf dazu zu geben.
Ja, 2016 war so schlecht nicht.

Fazit:Es gingen Türen auf.

Plötzlich gab es Möglichkeiten zu Veränderungen, an die wir nicht gedacht haben. So bist du, wie gesagt,  in die Nähe deiner Arbeit gezogen, hast einen neuen Anfang gewagt, und für mich entstand die Möglichkeit in 2017 nochmal zu lernen,eine Fachweiterbildung zu machen, um damit aus dieser Schichtdienst Tretmühle und der Frage: Wie lange schaff ich das noch?  rauszukommen.

Und ich bin immer noch überrascht datüber, das es einfach so geschehen ist, ohne dass ich mich gross bemüht habe. Ausser das ich diesen Palliativkurs gemacht habe, aber ich hatte mit diesem Zertifikat ganz andere Pläne, als das was ich jetzt vorhabe!
Es hat mir gezeigt, dass es nie zu spät ist, was neues zu wagen.
Ich weiss zwar nicht, ob das, was ich da lernen werde, sich überhaupt in meinem 52 jährigen Hirn noch festsetzen kann, ich war nie eine gute Lernerin, ich bin immer so durchgeflutscht, durch meine Prüfungen. Ich hoffe, das bei dieser Ausbildung der Vorteil ist, das ich bereits viel praktische Erfahrung habe, und deshalb nicht unbedingt auf einen GinkgoTablettenMassenKonsum zurückgreifen muss.

Aber das ist jetzt schon wieder Vorausschau, statt Rückschau.

Danke für deine Freundschaft, danke für dein Sein, danke an alle, die uns lesen, danke an all die Menschen , die mein Leben so reich machen! Und das waren dieses Jahr so VIELE! (Ich dachte gestern: das gibt ne Sause auf meiner Beerdigung 😉 , wenn die alle kommen, diese vielen besonderen Menschen, die mir dieses Jahr gezeigt haben, das sie mich mögen! Aber das dauert ja noch! Bis die Sause stattfindet! Vielleicht bin ich bis dahin ne eklige, nervige Alte geworden und keiner kommt mehr? Grins! )

Und zur allgemeinen Lage hab ich einen tollen Beitrag von JuckPlotz gefunden, dem kann ich so nichts mehr zufügen.
In diesem Sinne:

Wir selber haben es in der Hand.
Grüsse Kat.