Liebster Award, von vor ewigen Zeiten schon nominiert!

Oh weia, das ist jetzt fast 4 Wochen her, das uns Karo-Tina Aldente für den liebsten Award nominiert hat. Danke aber dafür, wir waren erfreut, ist ja doch spannend, die Fragen zu überdenken und zu beantworten. Ich mach das in diesem Falle alleine, denn S. und der Umzugsstress und die magentarote Telefonfirma, datt dauert und dauert….

Und nominieren tun wir niemand, bin gerade sehr unkreativ , mir Fragen auszudenken. vielleicht kommen wir mal wieder darauf zurück, aber jetzt beantworte ich im Alleingang die Fragen von Karo-Tina:

1. Wie reagierst du auf unangenehme Kritik? Uuhh, ehrlich? Ich fange an zu heulen. Manchmal vor Wur, manchmal vor Selbstzweifel.

2. Bist Du ein Frühaufsteher oder Langschläfer? Ich mag den Morgen, dann hab ich noch so viel vom Tag.

3. Welches Buch hast du nicht zu Ende gelesen ohne es zu bereuen? fifty shades of grey. Das war FURCHTBAR!

4. Bist Du eher der Typ, der gut mit sich allein zurechtkommt oder eher der, der immer jemanden um sich braucht? Beides. Ich mag allein vor mich hinpusseln und hab auch gerne viele liebe Menschen um mich rum.

5. Warst Du einmal unglücklich verliebt? EINMAL?

6. Oft heißt es, das Buch sei besser als der Film. Erinnerst Du Dich an einen Film, der besser als die Buchvorlage war?

7. Wie viele verschiedene Länder hast Du bisher bereist? 10? 12? Bundesländer alle!

8. Wenn Du ein Buch veröffentlicht hättest, würdest Du viele Exemplare davon verschenken, damit es unter die Leute kommt? nicht damit es unter Leute kommt, sondern weil ich stolz drauf wäre, kriegte jeder der eins wollte, eines umsonst.

9. Glaubst Du, Blogs werden überbewertet, oder sind sie eher wichtiger Bestandteil moderner Kommunikation? Oder noch etwas ganz anderes? Blogs sind auf alle Fälle ein Spiegel unserer Gesellschaft, ein neues Kommunikationsforum und ich finde sie toll , bunt, lebendig, inspirierend, mich zum Lachen bringend und zum Nachdenken.

10. Mit welchem Politiker würdest du gerne einmal essen gehen und warum? Haha!Sigmar Gabriel mal nicht. Aber Jürgen Trittin, weil er so schön norddeutsch ist, Björn Engholm wegen seiner Pfeife und Sahra Wagenknecht, weil ich die toll finde, und Gregor Gysi weil der so gewandt redet. Vielleicht sollte ich die alle einladen zu einem geselligen Beisammensein.

11. Kannst Du noch Freude und Begeisterung für den „Liebster Award“ aufbringen oder ist er Dir schon lästig geworden? Ach, es ist erst der 2. Award, den wir kriegen, aber es ist mir lästig, andere zu nominieren, weil ich denke, wenn die nicht wollen, dann ,….es gibt ein Wort für sowas, fällt mir nicht ein gerade,….. dann überrumple ich sie, weil sie ja eigentlich sollten, aber wenn sie nicht wollen….und es ihnen schwer fällt, nein zu sagen, dann MÜSSEN sie etwas tun, was ich erwarte, pfjuuu, usw. also lass ich das mal, heute, mit dem nominieren. Und ich hab auch gerade keine Lust,  mir Fragen auszudenken.

 

Liebe Grüsse, einen schönen Abend, nu givt dat low carb futter, har har, wenn datt man wat nutzt, nä!

tschüssing Kat.

 

liebster-award-petra-arentzen

Entschleunigen

Ganz kurz, liebe S., hetz hetz… es läuft gerade auf 3 Sat eine Sendung über Smartphone- und die andauernde Online-Sucht, die unsere Gesellschaft hat.

Die erschöpfte Gesellschaft

Und ich dachte so bei mir, du, liebe S.,  entschleunigst internetmässig gerade, weil sich diverse Telefonanbieter so Zeit lassen.

Es hat Vorteile, auf einem UraltLaptop rumzugurken, immer die Sanduhr des Kongstarsticks im Auge. Weil du so die Zeit ,die du am Läppi verbingst, begrenzen musst.Es ist fein, seine Sachen auf Zettel zu schreiben, die findet man wenigstens wieder.
Denn meine Handynotizen verschwinden mit dem Verlust meines Handys, ob es jetzt kaputt geht oder verloren, dann sind die Notizen futsch, denn alles lade ich nicht hoch zu Herrn Googel.
Als ich vor 2 Wochen im tiefsten Hessen war, gab es auch kein Internet. Im Pensionszimmer nur auf dem Flur funktionierte es sehr langsam, da sass ich dann also und surfte auf meinem Handy,und schimpfte ob er Langsamkeit , während die anderen Gäste mich interessiert anschauten. Auf dem Berg an der Hütte gab es gleich gar kein Internet, also sprachen die Menschen miteinander.

Ich muss keine Schweigewoche im Kloster absolvieren, um zur Ruhe zu kommen, ich mach das Dings einfach mal aus. Und geh spazieren. Also,was ich sagen will:
Hat auch seine Guten Seiten, wenn die Magentarote Telefonfirma das Passwort nicht rausrückt. In diesem Sinne: Schlafen Sie gut!

K.

Wie war das ?

Meine liebe K.,

es dauert wohl noch ein bisschen, bis ich hier richtiges indernett habe. Deinen Tipp mit der Verbraucherberatung werde ich Montag verfolgen…ätzend das… ohne Worte

Trotzdem soll es kein Monolog sein hier, von dir.. zumindest lese ich ab und zu.. wenn es mit dieser laaaaaahmen Verbindung hier klappt auf diesem uuuuuuralt Compi der nicht mir gehört.. aber besser als nix.. oder ?!

Das mit diesem Gewichtsgedöns usw.. ja das kenne ich und ich gebe die Hoffnung auch nicht auf.. und ich finde auch, dass mein Körper gar nicht zudem passt wie ich mich fühle oder sehe..mehr schreib ich jetzt dazu nicht .. weils mich auch gerade betrübt.

Dein Garten ist schön.. und die Tibetfahnen… ich habe meine hier noch nicht aufgehängt.. vielleicht machen wir das ja zusammen wenn du mich besuchen kommst.

Stell dir vor, in den letzten Tagen mussten meine armen Ohren etwas hören… unglaublich.. und das von mir nahestehenden Menschen. Ich war sprachlos für ein paar Sekunden.. und du weisst, was das bei mir heisst.. gibts gaaaanz selten …

Gestern sagte ein langjähriger , dir bekannter Freund von mir etwas… es war der Ton .. so abfällig… woher nimmt er das ?  Und meine Mutter heute.. es war doch alles gut.. ihre Geburtstagfeier war schön.. und dann sowas…

Gestern ging es um Gartenhandschuhe.. meine waren so schnell kaputt.. aus dem Baumarkt und da wir in Hamburg bummeln waren wollte ich zu Manufaktum.. kennst du das Geschäft ? Die haben eher teure Sachen.. so spezielles Zeugs halt.. googelst du.. also da wollte ich nach Gartenhandschuhen schauen.. WAAAS ? Die sind doch zu teuer da.. usw usw.. ich soll lieber im Baumarkt schauen… er hätte da welche gekauft für 8 Euro. die seien gut und würden reichen.. und  Achtung.. : wie kann man nur so bescheuert sein und nicht einfach die nehmen die es im Baumarkt gibt.. man muss doch nicht dafür Geld rauswerfen..

Sach mal liebe K. was war denn das für n Ton… und dann sagte ich.. dann bin ich ja wohl total bescheuert, dass ich da jetzt trotzdem hingehe.. und noch bescheuerter ist es, dass hier gerade gar kein Baumarkt ist.. Punkt.. dann gabs n bisschen Gezanke.. dann war Ruhe..

Meine Mutter ist heute 4 oder 5 Mal mit dem Auto hin und hergefahren.. ich wollte ihr die Fahrt zum Bahnhof ersparen weil sie müde war, nach einem für sie langem und anstrengendem Tag.. was sagt sie zu mir ?  Du glaubst es nicht… sie sagt… ach was.. das ist doch dummes Zeug was du da sagst..hör doch auf damit.. du kannst doch nicht so dumm sein und dafür 10 Euro aus dem Fenster schmeissen zu wollen für ein Taxi… ich fahre dich natürlich… ich mach das gern..

Uiii das kam ganz unvorbereitet und ich war erschrocken.. und dann sagte ich sowas wie gestern.. ja da bin ich wohl total dumm und schmeisse das Geld gern zum Fenster raus, wenn ich mir jetzt ein Taxi bestelle..

Da hat sie gemerkt was sie da gesagt hat… tja.. Worte können auch sehr hässlich sein.. insbesondere wenn einem nahestenden Menschen sowas an den Kopf werfen.. aus dem Nichts heraus solche Abfälligkeiten… unglaublich..

Für mich war das neu so zu reagieren.. normalerweise sage ich dann , dass der Ton so nicht geht usw..

Nun mach ich das halt mal anders.. wirkt auch besser.. aber schön… schön ist das nicht.

Hoffentlich regent es morgen nicht, dann kann ich weiter im Vorgarten tätig sein.. und wenn ich einen Tigerschlegl finde, wärs toll

Bussi und Umärmelung

Deine S.

 

 

Uff….

Liebe S.,

ich hab das Gefühl, ich bin nur am Hetzen. Wer sagt,dass Ferien entspannt sind? Für Eltern, wenn sie arbeiten müssen, jedenfalls nicht.
Irgendwie fällt mir gerade alles schwer, arbeiten im  Nachtdienst, ich weiss nicht was ich dem hungrigen JüngstLiebstenSohn kochen soll, meine Wohnung ist staubig ,die Sommerblumen verblühen und die Tomaten sind immer noch grün,…..

Morgen fahren wir für 4 Tage nach Richtung Fulda, der LieblingsItaliener macht irgendwas in Messer mit bärtigen Männern, es werden viele Leute da sein, die ich nicht kenne, aber er kennt sie alle, das wird komisch, seufz. Ich hab geplant, mich tagsüber zurück zuziehen. Einen Tag nach Fulda, da war ich damals mit dem Brackelmann öfter,seine Eltern haben da gelebt, Fulda fand ich immer schön. Ich werde mich in ein Cafe setzen, allein, die Leute begucken, nachdenken, spazieren, schauen, denken. Am anderen Tag werde ich wandern gehen. Allein. Auch das wird schön. Hey, andere pilgern tagelang allein, da schaff ich wohl 4 Stunden so für mich entlangzutrotten! Und am Abend misch ich mich unter die Menge der bärtigen Männer, die über Messer fachsimpeln, werde mich mit deren Frauen unterhalten, und wenn wir dann am Sonntag wieder kommen, hab ich wieder was gelernt. Über Messer, Whisky, wie man ein Spanferkel zubereitet und warum ich meinen LieblingsItaliener so mag. 😉
Wetten? Danach gehts mir gut. Deine K.

Shanti-Shanti-Gedöns

Liebe S.,

Ich wollte dir gestern deine Wacholderräucherstäbchen in diesem Esoterikladen besorgen, wo wir sie bei deinem letzten Besuch hier in A. gekauft haben. Es gibt die Stäbchen nicht mehr. Vielleicht gibt es sie aber auch nicht wegen meiner Schwingungen, die ich da in diesem Laden verbreitet habe. Denn ich war leider sehr genervt. Erstens im Stress und zweitens war es da so heiss in diesem Laden! Und dann dieses Shanti-Shanti-Gedudel!
Und wenn ich nur eine kurze Frage habe, ob es das oder das noch gibt, und dann ist vor mir eine Kundin, die sich Ewigkeiten mit Heilsteinen befasst, deren Energie bespürt mit der Verkäuferin, zweifelnd wieder weg legt und mein Handy mir Whattsappt:“MAMA! Wann kommst du ? Ich bin fertig !“ und ich daselbst zerfloss vor Hitze äusserlich und innerlich- dann hab ich einfach keine positive Stimmung. Also, ich hab gefragt: Habt ihr die Wacholderräucherstäbchen? “ „NEIN!!! so was hatten wir noch NIE!“ (Allein das! Wir haben sie doch dort gekauft vor einem halben Jahr!) Da bin ich dann fix rausgesaust mitsamt meiner schlechten Energien. Soviel dort zur Esoterik.
Dann lese ich im FatzebukForum in einer PalliativGruppe einen Post mit Bild von 100 Schutzengeln aus Kunststoff: „Sie sind da! Ich möchte jedem, den ich betreue, einen auf den langen letzten  Weg mit geben. Was haltet ihr davon?“
NICHTS! hätte ich am liebsten geschrieben. Das ist übergriffig und unproffessionel! Vielleicht hatte der oder die Sterbende in seinem Leben ein schlimmes Erlebnis mit einem Engel! Leider hatten bereits 20 Leute geschrieben:“Süss! JA! tolle Idee!“ usw. nur eine schrieb unter jedes „süss, toll,klasse“: „Ich würde das nicht wollen.“ Ich hab es nicht kommentiert,ich setze mich womöglich bloss einem Shitstorm aus, nee, das  brauch ich nicht. Ich erinnere mich ,das mich jemand, die so Geistheilung und Shamanendings macht, mich gefragt hat, ob es möglich sei, im Klinikum auf der Palliativstation Geistheilungsschwingungsverbreitung zu machen. Hab ich gesagt: wenn du den kennst, der das dann auch möchte, dann bestimmt, aber nicht generell da rum laufen und Schwingungen aussenden.
Ich hab mir dann so vorgestellt, ich laufe so lustig durch die Welt und dann senden mir alle möglichen Leute Schutzengelgrüsse und Schamanische Schwingungen und ich will das gar nicht.

Versteh mich nicht falsch: Ich hab auch so einen Esoterikfaible, ich mag meine Göttinenkarten, ich räucher gerne, ich glaub an Chakren,ich mag das Muster der Blume des Lebens, ich würde sie mir auch um den Hals hängen,….aber alles nur für meinen Privatgebrauch oder wenn mein Gegenüber möchte, das ich mich gemeinsam mit ihm damit befasse.
Alles andere finde ich überstülpend. Wie geht es dir damit?
Ach ja, in vier Wochen bin ich wieder in Glastonbury. Mal gucken, wie es mir da so geht mit all den Goddesses, den Elfen, den Wichteln, Drachen und der Energie von König Arthus!

Kosmische Grüsse via Internet! K.

to stalk: belauern, pirschen, belästigen

Liebe S.,

es gibt seit Samstag ein neues Gesetz, ein Stalking-Gesetz.
Wird es etwas nützen? Gerade letzte Woche hat sich die Situation einer meiner jüngeren Bekanntinnen so zugespitzt, dass sie aus eben diesem Grund, gestalkt zu sein, ihre Lebensumstände ändern musste.
Es war so:
V., Mitte 20, ist vor 2 Monaten in eine neue kleine Wohnung gezogen. Alle Mieter der Wohnanlage schwärmen vom Hausmeister, ca 60 Jahre,er sei so hilfsbereit, man müsse ihm nur mal einen Kaffee hinstellen, dann würde er helfen, Regale anzubauen und Kabel anzuschliessen.
Er wohnt auf dem gleichen Flur wie V., direkt in der Wohnung nebenan. Wenn sie ihm begegnet, begrüsst sie ihn freundlich, wenn er sie was fragt, antwortet sie. Eines Tages stehen Blumen vor der Tür: „Ein lieber Gruss vom Hausmeister“.
Noch alles normal , oder? Sie freut sich vielleicht ein bisschen, denkt wie nett , und bedankt sich.
In der nächsten Woche, sie hat ihre Wohnungstür kurz aufgelassen, steht er  plötzlich in ihrer Küche und sagt: Hübsch hast du das hier, so richtig schön. Sie erinnert sich, dass die anderen Mieter zu ihr gesagt haben, er freut sich immer über einen Kaffee, aber sie hat keine Zeit, sie muss zur Arbeit und sagt ihm das auch.
Ja klar, sagt er und geht raus. Eine Woche später wieder Blumen vor der Tür, Rosen diesmal.Lieber Gruss vom Hausmeister für die hübsche V.. Jetzt findet sie das komisch. Sie sagt ihm, das sie das nicht möchte. Aber ich mag dich doch so gerne, sagt er. Sie fühlt sich peinlich berührt, er ist über 30 Jahre älter als sie,was will er von ihr?
Am Samstag trifft sie ihn auf dem Weg zum Sportstudio. Er sagt: Ich mache auch Sport. Hättest du nicht mal Lust mit mir zu laufen? Wir könnten joggen gehen.
Nein, sagt sie, ich mache Sport im Fitnesscenter X., das reicht mir.Ach, das kenne ich,sagt er, da könnte ich mich auch mal anmelden, dann könnten wir gemeinsam hingehen.
Sie fühlt sich wieder bedrängt, sie möchte das nicht. (Kann Frau das dann so sagen? Oder ist sie dann verkrampft und stellt sich an?)
Einige Tage später begegnet sie ihm im Hausflur, er fragt sie, wie es ihr geht, ob sie nicht mal einen  Kaffee trinken gehen möchte mit ihm oder zu ihm auf ein Bier kommen möchte.Sie sagt:NEIN.
Er schaut sie überrascht an  und sagt: Weisst du, ich kann mir selber nicht erklären, warum ich immer, wenn ich dich sehe, so Gefühle kriege, ich hab dann immer so wilde Gedanken, ich kann da gar nichts gegen machen.
Sie dreht sich um und geht schnell in ihre Wohnung und schliesst die Tür zweimal ab. Sie meint, ihn draussen atmen zu hören.Sie ist jetzt jedesmal ganz leise, wenn sie ihre Wohnung verlässt oder heimkommt, sie hat fast Angst ihm zu begegnen. Ihren Eltern erzählt sie davon- die sagen, ach, wird schon nicht so schlimm sein, er ist halt der Hausmeister.Sie spricht mit ihrem Freund darüber. Der geht eines Abends zur Wohnung des  Hausmeister, klingelt und sagt: Ich möchte nicht, dass sie meine Freundin weiter belästigen. Der Hausmeister wird laut, beleidigt den Freund, schreit durchs Haus, er weiss doch ganz genau das V. nebenan einen Puff aufgemacht hat, und er sei ein Freier und niemals ihr Freund!
An diesem Abend muss V. zur Arbeit in die Klinik. Als sie aus ihrem Parkplatz fahren will, steht der Hausmeister vor ihrem Auto und schreit und beschimpft sie als Schlampe und ihren Freund als W..xx.., und geht ihr nicht aus dem Weg.
V. hat Angst. Sie kurbelt das Autofenster ein wenig runter und sagt: Bitte, ich muss zur Arbeit. Da geht er aus dem Weg , aber schreit weiter „Du Schlampe“ hinter ihr her, und andere schlimme Wörter.
Es war Freitag. Wir hatten zusammen Dienst und sie hat uns ihre Geschichte erzählt.
Sie wollte am Montag bei der Hausverwaltung anrufen, um davon zu berichten. Aber es kam anders. Am Samstag wurde er wieder so ausfällig, das sie die Polizei rief, und zu ihrer Unterstützung eine Freundin und ihren Freund. Es dauerte bis die Polizei da war.Sie blieb in der Wohnung und ihre Freunde sagten dem Hausmeister, dass er aufhören solle, V. zu belästigen.Der Hausmeister schrie und tobte und sprach weiter von ihr als Schlampe, und dass er jetzt die Hausverwaltung anrufen würde und sagen würde, das sie einen Puff betreibe und ihn verleumden würde.
Als die Polizei kam, hat er wohl noch weiter getobt, aber irgendwann war er dann still.Andere Bewohner der Wohnanlage waren entsetzt, dass sie die Polizei geholt hat: Er ist schliesslich unser Hausmeister, der tut doch nichts! Der Polizist sprach mit V. und als sie ihm erzählte, das er einfach in ihre Wohnug kommt,wenn die Tür kurz auf ist, sagte der wohl: Warum lassen Sie auch die Tür auf, wenn Sie wissen, dass der so ist?

Und da geht bei mir die Hutschnur hoch, sie musste sich noch verteidigen, das sie ihm die Möglichkeit gibt, sie zu belästigen, weil sie sich falsch verhält! Wie oft lasse ich meine Tür auf, weil ich Einkäufe hochtrage oder Wäsche oder kurz mal in den Keller gehe! Du musst dich als Frau in solchen Fällen noch entschuldigen, dass du blond und womöglich jung  und hübsch bist: kein Wunder, das der auf komische Gedanken kommt!

Sie ist an diesem Wochenende nicht mehr in ihre Wohnung gegangen. Am Montag hat sie bei der Hausverwaltung angerufen. Die Hausverwaltungsdame sagte zu ihr, dass sie schliesslich den Hausmeister nicht so einfach entlassen können, aber sie , V., könne ohne Problem und ohne Kündigungsfrist aus dem Mietvertrag raus bis Ende des Monats.
Sie kann bei ihrem Freund wohnen. Es wird ein bisschen eng und sie wollte vielleicht noch nicht mit ihm zusammen leben, aber sie ist froh, das diese beängstigende Situation vorbei ist. Traurig ist sie, weil sie sich als Opfer fühlt und nicht ernstgenommen wird. Und das der , der sie sozusagen dazu gebracht hat, ihr Leben zu verändern, ungeschoren davon kommt.Sie weiss nicht, wo und ob sie Hilfe bekommen kann. Obwohl es ein neues Gesetz gibt, aber wann und wie wird das umgesetzt werden können?

Es gibt bestimmt schlimmere StalkingFälle, Anrufe, Briefe,körperliche Gewalt, aber allein die Situation, dass es dir als Frau unangenehm ist und du kannst nichts daran ändern, sondern die „Gesellschaft“, in dem Fall die anderen Mieter und der Polizist,oder auch die Hausverwaltung , die nicht zu deinen Gunsten handeln möchte,  geben dir einen Teil der Schuld daran, dass die Situation so gekommen ist, das macht mich wütend.Und hilflos.

Lang geschrieben wieder. Uff. Hast du auch so was ähnliches erlebt mal? Ich schon, seufz, vielleicht war ich deshalb so betroffen.
Danke fürs Lesen. 1093 Wörter, sagt WordPress.

Kat.

#stalking

 

Vom Befreien

Liebe S.!
(Und  liebe Leserinnen, die ihr so viel Anteil an Hildes Geschichte nehmt.)
Schön wäre es, wenn Hilde auf dem Campingplatz am Atlantik einen Job in der Rezeption gefunden hätte, der Campingplatzbesitzer hätte sich in Hilde verliebt und sie hätte auf ewig täglich Spaziergänge am Strand machen können. Aber Hilde wollte ja heim.
Vielleicht nicht unbedingt zu ihrem Herbert, aber sie hat ja 2 Enkelkinder, die sie liebt und eine Tochter, die meistens ja auch nett ist und die sie ebenfalls liebt. Seine Kinder liebt man einfach, egal wie ekelhaft die ihre Mutter auch manchmal behandeln.
Hilde fuhr also wieder nach A. zurück, ihre Siebensachen passten in eine kleine Sporttasche, in den Ohren hatte sie immer noch das Rauschen des Meeres und um den Hals trug sie eine Muschel, die sie am letzten Tag gefunden hatte. Die Muschel hat ein Loch an ihrer engsten Stelle, und Hilde hat sie aufgefädelt auf ein dünnes Lederband, das sie im Souvenirschop gekauft hatte. Sie fühlte sich ein bisschen wie ein Hippie. Als sie am Abend in A. zu ihrem Haus kam, war alles dunkel, die Vorhänge zugezogen, das Wasser abgestellt, und nirgendwo ein Herbert zu finden. Ein klein bisschen schlechtes Gewissen hatte Hilde, weil sie erleichtert darüber war. Sie inspizierte  den Kleiderschrank, ein paar Kleidungsstücke von Herbert fehlten, also war er nicht gestorben, sondern vielleicht auch verreist, dachte sie.
Sie schlief gut in dieser Nacht.
Am nächsten Morgen fuhr Hilde zu ihrer Tochter.Sie klingelte , ein wenig zaghaft, an der Haustür. Die Tochter öffnete und als sie Hilde erkannte , brach sie in Tränen aus.
„Mama, ich bin so sauer gewesen erst auf dich und dann hatte ich Angst, das dir was passiert ist, aber auf den Kontoauszügen hab ich gesehen, dass du Geld abgehoben hast und wo du bist, aber warum bist du weggegangen , es war schrecklich, Papa war furchtbar, ach Mama, ich bin so froh ,dass du wieder da bist!“
„Schschsch, „, machte Hilde, “ jetzt bin ich ja wieder da. Und wo ist Papa?“. Da guckte die Tochter zornig. „Papa“, schnaubte sie, “ den hab ich in Kurzzeitpflege gesteckt, der Pflegedienst kam dreimal täglich und dreimal täglich hat er den Schwestern in den Hintern gekniffen und da haben die ihm kurzerhand den Vertrag gekündigt. Einmal am Tage sei tolerierbar, hat die Pflegedienstleitung gesagt, aber dreimal am Tag sei zuviel. Aber ich finde auch einmal am Tag ist zuviel, und dann hat er mit mir nur rumgenörgelt und gemeckert und da hab ich verstanden, warum du weggegangen bist, Mama!“
In Hilde machte sich ein zufriedenes Gefühl breit. „Mich hat er zuletzt vor 25 Jahren in den Po gekniffen, aber schön fand ich das auch nicht“,  sagte sie.

Heute hab ich Hilde im Zoo wieder getroffen, nicht bei den Waranen, sondern bei den Kattas.20160621_131318 20160621_131555Kattas sind kleine Baumaffen, mit langen Schwänzen, die im Zoo in A. ein Freigehege haben und weil es Menschen gibt, die sie am Schwanz ziehen oder mit Steinen versucht haben, sie von den Bäumen zu holen, hat der Zoo Mitarbeiter gesucht, die die Besucher und die Affen im Blick haben, die Türen zum Freigehege öffnen, und aufpassen, dass die Kattas nicht gefüttert werden.
Hier arbeitet Hilde 4 mal in der Woche. Sie liebt es, die Menschen zu beobachten und die Kinder , die über die Sprungkünste der kleinen Affen staunen, sie liebt es zu beobachten, wie die Affen miteinander umgehen.Keiner von ihnen ist alleine, diese Affen kuscheln gemeinsam und springen gemeinsam.
Manchmal kommt ihre Tochter mit den Enkeln vorbei. Die schlingen dann ihre runden Ärmchen um Hildes Nacken und schnaufen ihr in die Haare, dann ist Hilde glücklich. Herbert ist von der Kurzzeitpflege direkt in ein Pflegeheim gegangen, Hildes Schwiegersohn hat das Haus verkauft und Hilde lebt in einer kleinen Gartenwohnung nicht weit vom Zoo. 4 mal in der Woche besucht sie Herbert, sie erzählt ihm von ihrer Arbeit, sie schauen alte Fotos an oder sie fährt ihn im Park spazieren.
Gestern hat ein Zoobesucher, der regelmässig kommt, Hilde gefragt, ob sie mit ihm nächste Woche zum Tanztee gehen möchte. Hilde hat an ihre Muschelkette gefasst, kurz überlegt, und lächelnd gesagt:  Tanzen-ja, das  wäre mal wieder schön.

Kat.

Vom Meer und den Wellen

Liebe S.,

Erinnerst du dich an Hilde? Aus meinem Beitrag Vom Weggehen ?
Ich hab heute überlegt,was wohl aus ihr geworden ist? Vielleicht ist sie tatsächlich in Paris angekommen und hat sich am Gare de L`Ést  im Intercontihotel ein Zimmer genommen. Um eine kleine heimelige Pension zu suchen, reichen ihre Französischkenntnisse nicht aus.Sie hat sich 3 Tage durch die Stadt treiben lassen, mit dem Taxi konnte sie sich immer wieder ins Intercontihotel bringen lassen, das ist nicht schwer auszusprechen und jeder Pariser Taxifahrer kennt es. Aber nach 3 Tagen hat ihr der  Trubel der Grossstadt gereicht. Sie ist zum Bahnhof an den Reisebüroschalter gegangen.Irgendwie hatte sie Sehnsucht nach dem Meer.
Am Schalter sass ein junge Frau. Hilde fragte zaghaft: „Sprechen Sie ein bisschen Deutsch?“
Die junge Frau begann zu strahlen und sagte: „Ja, gerne, ich hab in der Schule Deutsch gelernt, wie kann ich Ihnen helfen? “
„Ich möchte ans Meer“, sagte Hilde.
„Davon haben wir hier genug“, antwortete die junge Frau und nach ein bisschen plaudern buchte Hilde eine Zugfahrt nach Nantes, ein kleines Mobilhome auf einem Campingplatz in der Nähe am Atlantik und einen kleinen Leihwagen. In 3 Stunden ging der Zug.Hilde kam sich sehr abenteuerlustig vor und überlegte, ob sie kurz zu Hause anrufen sollte. Ihr Handy hatte schon längst den Geist aufgegeben, sie hatte schliesslich kein Ladekabel dabei in ihrer Handtasche. „Was für ein Glück eigentlich“, dachte sie, „sonst hätten sie mich mit SMS bombardiert, und ich wäre sicher umgekehrt. Aber so mache ich mir ein paar schöne Tage am Meer.“
Der Campingplatz am Atlantik war ziemlich gross und es dauerte eine Weile, bis Hilde ihr Mobiles Heim für die nächsten 10 Tage gefunden hatte. Es lag in einem Pinienwäldchen, der Duft der Piniennadeln in der Abendsonne umfing Hilde. Dieser Geruch erinnerte sie an ihr Wohfühlölbad, aber jetzt in der Natur war er viel intensiver.Der Boden war weich und ihre Schritte federten leicht. In der Nähe hörte sie das Meer rauschen.
Sie ordnete ihre wenigen Kleidungsstücke, die sie sich in Paris gekauft hatte, in das kleine Regal hinter dem schmalen Bett, nahm ihr Handtuch und machte sich auf den Weg zum Meer.
Sie war überwältigt von der Weite des Strandes, der Weite des Himmels und des Wassers.

Die nächsten  Tage verliefen in einer Gleichmässigkeit und einer Ruhe, die Hilde so lange schon vermisst hatte. Morgens verzehrte sie im kleinen Campingplatzbistro ein Croissant und einen Milchcafe. Dann ging sie zum Meer.Sie ging den Strand entlang , erst eine Stunde die Unendlichkeit des Meeres zu ihrer Linken, dann eine Stunde zu ihrer Rechten. Sie beobachtete die Surfer in den Wellen, von denen sie zuerst gedacht hatte, es seien Pinguine, denn sie erkannte nur schwarze kleine Gestalten, die auf den Wellen tanzten.
Sie beobachtete die Familien, die unter Strandmuscheln lagen, sich sonnten, die Väter die  mit ihren Kindern Strandburgen bauten, die Mütter lagen in der Sonne, manche lasen.Sie beobachtete junge Leute, mit ihren Surfbrettern, die Bier tranken und lachten.
Ein kleiner blonder Junge stand im Wasser und spielte selbstvergessen mit einer Kokosnusschale, die auf den Wellen auf und ab tanzte.
„Wie einfach das Leben ist“, dachte Hilde.
Mittags ging Hilde in ein kleines Strandrestaurant und ass ein Baguette oder einen Teller Nudeln, dann ging sie zurück zum Campingplatz. Dort nahm sie den Duft der Pinien in sich auf, während sie in einem Liegestuhl lag und den Himmel und die Bäume betrachtete.

Am Abend machte sie sich erneut auf den Weg zum Meer.


Wenn sie glaubte, allein am Strand zu sein, stiess sie Schreie aus, gegen den Wind. Sie, die Hilde aus A., die immer leise und still alles ertragen hatte, schrie gegen den Wind.Wetterte und schimpfte.Jauchzte, sang und jubelte.  Erfand böse Wörter für alles, was sie geärgert und verletzt hatte. Dann lachte sie über sich selber. Und bückte sich nach Muscheln und Steinen und warf sie voller Kraft zurück ins Meer.
Von den Spaziergängen wurde ihre Haltung aufrechter, ihre Beine kräftiger und  ihr Herz weitete sich.
Sie liebte es, die Wellen zu beobachten, das ewige Auf und ab, das rhythmische Hin und Her.
Hilde spürte diesen Rhythmus in sich.
Sie spürte eine grosse Ruhe in sich und eine Kraft wuchs in ihr.

Hilde machte Pläne. Sie wusste jetzt, wie sie ihr Leben weiter leben würde.
Nach 10 Tagen war Hilde bereit, nach Hause zurückzukehren.

Kat.

to appreciate: schätzen

Liebe S.,

Jetzt noch eine kleine Geschichte zu meinem anderen Lieblingsthema: Die arabischen Menschen.

Mir ist aufgefallen, das diese Menschen eine unglaubliche Freundlichkeit haben.Erst dachte ich ,gut, das kommt weil sie mich kennen. Wenn die mütterliche Freundin meiner SchönstenTochter in Beirut uns zum Essen eingeladen hat und so viel aufgetischt hat, dass sich der Tisch gebogen hat. Und NICHT wollte, dass ich meine Schuhe draussen ausziehe, und als ich sagte: aber sie sind doch schmutzig! antwortete sie:I am sorry, that Beirut is so dirty.

Dann mein Lieblingssyrer, der immer wieder Kontakt aufnimmt zu uns, skypt, anruft, und sagt : Ich werde nie vergessen was du getan hast für mich. Und von sich erzählt und seinen Träumen und dem was er jetzt schon alles in Frankreich, wo er lebt,  erreicht hat.

Die Männer in der Syrisch-Bayrischen Freundschaftsgruppe der SchönstenTochter, die Essen gekocht haben für diesen AbendessenAbend, und als ich es gelobt hab, ihr Essen,  gesagt haben: „Es schmeckt nicht so, wie wenn es meine Frau gekocht hätte.Aber der Deutsche Kartoffelsalat! Wunderbar!“

Die Frauen im Hamam in Ramallah,die ihre Geschichten erzählen und sagen: oh, bitte, komm uns besuchen, ich koche für dich, mein Haus ist dein Haus, bitte, ich lade dich ein, you are welcome.(Allerdings gab es keinen Telefonnummeraustausch, grins).
Der Patient aus dem Irak , der gesagt hat:Ich möchte wieder gut machen was ihr, du und deine Kollegen für mich hier getan habt. Gib mir deine Telefonnumer, meine Frau wird für euch kochen und ich möchte euch alle einladen. Immer wieder sagen sie, und immer wieder muss ich dieses Wort nachschlagen: I appreciate everything you did for me.

Da werde ich immer rot und freue mich, denn eigentlich ist ja das, was ich tue, eine Selbstverständlichkeit für mich. Und ich freue mich über diese Warmherzigkeit, die ich bei so vielen Menschen aus dem Arabischen Raum gespürt hab.
Vielleicht sind es Floskeln. Aber selbst wenn…. mich freut es.so. Das musste mal raus.
Alles Liebe

Salaam…
Kat.

Vom Kleinmachen und Grosswerden

Liebe S.,
Friseur tut gut. Hast du richtig gemacht, erst das Handy kaufen und dann zum Selbstverschönern, und dann noch Glitzerstaub, schön. Ich hab mir das heute auch gegönnt.Wieder bei der Naturfriseurin, bei der ich letztes Jahr doch schon mal war, und ich erst ein wenig voreingenommen gewesen bin oder skreptisch, was die mit mir anstellt, erinnerst du dich? Aber weil das Endprodukt damals so überwältigend war, hab ich das wieder gemacht, wieder auch mit Farbe. Und ich bin fluffig und schwungvoll und hab ne gesunde normale neue Haarfarbe. Und nebenbei gab es Seelenmassage.
Mein Lieblingsitaliener ist zwar der Meinung, das die schon wissen, welche Floskeln sie verwenden müssen, damit meine Seele gestreichelt wird, aber ich war jetzt 3 mal dort, und dreimal hat sie was anderes gesagt, und  jedesmal hat es zu meiner derzeitigen Lebenssituation gepasst.
Dieses mal meinte sie, ich hätte mich auf den Weg gemacht, um etwas zu verändern und ich dürfe mir durchaus was zutrauen und müsse mich nicht klein machen.
Und das stimmt.
Ich dachte da spontan an meinen PalliativKurs und wie mich selbst das Schreiben meiner „Fach“Arbeit ein ganzes Stück im Denken und meiner Einstellung weiter gebracht hat. Dann dachte ich an manche Situationen in der Arbeit, wo ich in der letzten Zeit das Gefühl gehabt hatte, das ich ja wohl gar nichts kann und alles falsch mache(was ja nicht stimmt).
Aber da hab ich mich klein gefühlt und klein gemacht.

Die Naturfriseurin hat irgendwie gesagt, das System erfüllt das, was du dir denkst.

Klar,wenn ich mich klein fühle dann strahle ich das auch aus. Wenn ich selbstbewusst und erhobenen Kopfes vortrete, gibt es ganz andere Reaktionen.
Letzte Woche gab es eine Situation in der Arbeit, die so zu dem passte  was ich mag.
Eine Patientin durfte sterben. Der Oberarzt stand vor dem Zimmer und fragte: Wer von Euch ist denn hier in dem Zimmer? Ach, Kat., Sie? Das ist aber schön.
Und dann haben wir dem Sterben in dem Zimmer einen richtig guten Rahmen gegeben, ich hatte Zeit für die Angehörigen, ich hab die Fassungslosigkeit lenken können, die Angst, bis es zu einem Frieden kam bei allen.
So ein Tag erfüllt mich, denn ich denke, so soll es sein. Das ist das, was ich gut kann und gut tun möchte.
Und weiter tun werde.
Das Leben ist schön, besonders mit einem fluffeligen Kopf!
Kat.