Montags Überraschung

Guten morgen liebe Kat.,

das Rotkehlchen, von mir Robin genannt… kicher…. ja es hüpft nicht nur auf dem Boden herum sondern sortiert auch mal aus.. im Futterhäuschen und dann guckt es erstaunt, was da alles schon auf dem Rasen liegt.. 🙂

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und es würde niemals an den Meisenknödel gehen, sagt die alte Nachbarin… 🙂

Es sieht ja auch niedlich aus.. aber es ist ein kleiner Killer.. ich habe im Sommer gesehen, wie es einem Schmetterling aufgelauert hat.. ganz harmlos sah es aus und dann -schnapp-

noch etwas Gezappel im Schnabel und weg war der Zitronenfalter..

Ich hoffe diese Woche wird hier etwas besser… nicht mehr so viel Kampf und Auseinandersetzung bei der Arbeit und zu Hause..

Und liebe K. die alten Schwestern haben uns da Vieles beigebracht. Es war damals einfach nicht wissenschaftlich forschungsmässig formuliert. Kein Bachelor duales Studium mässig. Pflegeforscherin hätten die sich niemals genannt.. da hätten sie sich an ihre Haube getippt und gesagt, so ein Quatsch..wir besprechen uns mit den Kolleginnen von der anderen Station oder fragen diesen netten Arzt, der in England  lange Jahre gearbeitet hat.

Und manchmal haben sie in der Krankenpflegeschule angerufen und was nachgefragt und die haben sich dann erkundigt.

Es gab viel Erfahrungswissen und sie haben ohne lange zu überlegen sagen können, wieviele Pflegefälle auf der Station sind und wie zeitaufwendig die sind. Sie haben sie nur nicht A3/S2 genannt.

Tja.. vergangene Zeiten.. was Pflege damals verpasst hat wurde ja nachgeholt und wird es auch heute noch. Die Dinge benennen und begründen die sie tun und auch evaluieren.

Als ich damals in die Schweiz ging, hatte ich nie das Gefühl ich muss jetzt was ganz Neues machen. Es war ungewohnt die Dinge zu benennen , zu begründen warum ich etwas wie tue. Mich auf andere Pflegestandards einzulassen, und zu merken.. es braucht zwar mehr Zeit am Anfang, aber es ist doch auch gut nicht immer das Rad neu erfinden zu müssen, sondern einfach im Ordner nachlesen zu können wie die Klinik das haben will, was da der standard ist. Es half Material bereitzustellen, von dem ich gar nicht wusste, das ich es brauchen werde 🙂

Es gab und gibt da Pflegeexpertinnen und sie haben es alle geschafft ihren Beruf rechtzeitig zu positionieren, Gründe zu nennen warum sie überhaupt wichtig sind und das man eine Pflegefachkraft nicht einfach mit irgendeiner ungelernten oder angelernten Kraft ersetzen kann.

Bei uns in der Notaufnahme soll der Trend sein ,nichtbesetzte Stellen durch MTAs zu ersetzen. Die hatten aber keine „Pflege“ in ihrer Ausbildung.. was sagte neulich einer der bei uns hospitiert hat und MTA ist… er sagte zu mir :  du… das mit Windel.. geht gar nix.. mach ich nich… in Praxis gibt nicht.. wieso in Notaufnahme Windel  ? Tja hab ich gesagt, du bist hier nicht nur Assistenz vom Arzt sondern musst auch fit in ganz normaler Krankenpflege sein. Und das „mit Windel“ heisst Schutzhose.. aber das ist nur der allerkleinste Teil… wenn du das schon eklig findest…

Dazu fällt mir ein.. weisst du noch liebe K.  als wir abends mit unseren Freunden in der Stadt waren und es war kein Tisch frei ? Wir saßen in Warteposition und wir beide haben uns dann etwas zu laut aber durchaus gewollt über „eklige“ Sachen in unser Ausbildung unterhalten… und hatten dann ganz schnell Platz !

liebe Grüße deine

S.

 

 

 

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