Lernen…..

Liebe S.,
du hast sehr schöne Beiträge geschrieben die letzeten Tage.
Während ich im Hörsaal sass und mein Gehirn fütterte mit neuen interessanten wissenwerten Dingen. Und am Abend, damit der ganze Stoff nicht gleich wieder flöten geht, ganz brav an meinem Schreibtisch gesessen bin und das wichtigste auf Karteikärtchen geschrieben habe.
Vielleicht wird die erste Euphorie bald verfliegen, aber noch ist es spannend, und ich bin wissbegierig und schaue den Stundenplan für nächste Woche an und denke: Wow, toll: Umgang mit gefährlichen Stoffen, Einführung in die Onkologie, Schmerztherapie, ….alles alles her zu mir! Rein in meinen Kopf, bitte!

Psychoonkologie: Resilienz: Definition lernen(Widerstandskraft von Individuen angesichts belastender Lebensereinisse) . Copingstrategien, was für ein Wort! Der JüngstLiebsteSohn entwickelt Eselsbrücken für mich: „Coping ist die Vorstufe vom Doping“. Aha! Coping ist Bewältigung, wenn ich es nicht schaffe, dann muss ich mich dopen. SuperEselsbrücke!
Gemerkt!
Vor ein paar Jahren besuchte eine Veranstaltung  bei meiner SchönstenTochter in der Uni, weil sie einen Abend gestaltet hatte zum Thema Zivilklausel, und ich sass da im Hörsaal, lauschte dem Vortrag eines Professors aus Bremen und dachte: Schade, dass meine Zeit um ist, ich hätte gerne studiert.
Aber meine Zeit war nicht um. Ich mach das jetzt.
Ich bin übrigens NICHT die ganz älteste, eine Kollegin toppt mich um ein Jahr und 3 sind um die 40, der Rest ist jung, aber die meisten sind so symphatisch, und …ach, ich finde es einfach spannend.

Werde weiter berichten!
Kat.

Nachweihnachtspost, oder krasse Rosinen ?!

Liebe K.,

heute erreichte mich ein Brief aus der Schweiz. Ein Weihnachtsbrief, der noch an die alte Adresse geschickt wurde.  Ein Brief mit einem Weihnachtsmärchen anderer Art.. sehr krass.. ich hätte es an Weihnachten hier vorgelesen.. wenn ich es gehabt hätte.. so teile ich es jetzt mit dir und allen die es lesen..

abendliche Grüsse S.

Märchen vom Auszug aller Ausländer

 

Es war einmal, etwa drei Tage vor Weihnachten, spät abends. Über den Marktptatz der kleinen Stadt kamen ein paar Männer gezogen. Sie blieben an der Kirche stehen und sprühten auf die Mauer: „Ausländer raus!“

Steine flogen in das Fenster des türkischen Ladens. Dann zog die Horde ab. Gespenstische Ruhe. Die Gardinen an den Bürgerhäusern waren schnell wieder zugefallen. Niemand hatte etwas gesehen.

„Los, komm, es reicht, wir gehen.“
„Wo denkst du hin, was sollen wir denn da unten im Süden?“

“ Da unten? Das ist immerhin unsere Heimat. Hier wird es immer schlimmer. Wir tun, was an der Wand steht: „Ausländer raus.“

Tatsächlich, mitten in der Nacht kam Bewegung in die kleine Stadt.Geschäfte sprangen
auf: Zuerst kamen die Kakaopäckchen, die Schokoladen und Pralinen in ihren Weihnachtskleidungen. Sie wollten nach Ghana und Westafrika, denn da waren sie zu Hause.

Dann kam der Kaffee, palettenweise, der Deutschen Liebtingsgetränk! Uganda, Kenia und Lateinamerika waren seine Heimat.

Ananas und Bananen räumten ihre Kisten, auch die Trauben und Erdbeeren aus Südafrika. Fast alle Weihnachtsleckereien brachen auf, Pfeffernüsse, Spekulatius und Zimtsterne, die Gerwürze in ihrem lnnern zog es nach lndien. Der Dresdner Christstollen zögerte. Man sah Tränen in seinen Rosinenaugen, als er zugab: Mischungen wie mir geht’s besonders an den Kragen. Mit ihm kamen das Lübecker Marzipan und der Nürnberge: Lebkuchen. Nicht Qualität, nur Herkunft zählte jetzt.

Der Verkehr brach an diesem Tag zusammen. Lange Schlangen japanischer Autos, vollgestopft mit Optik und Unterhaltungselektronik krochen gen Osten.

Am Himmel sah man die Weihnachtsgänse nach Polen fliegen, auf ihrer Bahn gefolgt von den feinen Seidenhemden und den Teppichen des fernen Asien.

Man musste sich vorsehen, um nicht auszurutschen. Denn von überall her quollen Öl und Benzin hervor, flossen aus Rinnsalen zu Bächen zusammen in Richtung Naher Osten. Aber man hatte ja Vorsorge getroffen. Stolz holten die grossen deutschen Autofirmen ihre Krisenpläne aus den Schubladen: der Holzvergaser war ganz neu aufgelegt worden. !Wozu ausländisches Öl ?Aber die VWs und BMWs begannen sich aufzulösen in ihre Einzelteile. Das Aluminium wanderte nach Jamaika, das Kupfer nach Somalia, ein Drittel der Eisenteile nach Brasilien, der Naturkautschuk nach Zaire. Und die Strassenecke hatte mit dem auständischen Asphalt im Verbund auch immer ein besseres Bild abgegeben als heute.

Nach drei Tagen war der Spuk vorbei, derAuszug geschafft, gerade rechtzeitig zum Weihnachtsfest. Nichts Ausländisches war mehr imLand.Aber Tannenbäume gab es noch,auch Äpfel und Nüsse.Und „Stille Nacht“, durfte gesungen werden, zwar mit Extragenehmigung, denn das Lied kam ja aus Österreich.

Nur eines wollte nicht ins Bild passen: Maria, Josef und das Kind waren geblieben. Drei Juden. Ausgerechnet! „Wir bleiben“, sagte Maria, wenn wir aus diesem Land gehen – wer will ihnen dann noch den Weg zeigen, den Weg zu Vernunft und Menschlichkeit?“

Helmut Wöllenstein (aus: Ketelsen und Etter, Tannenduft und Christbaumkugel, Zytglogge Verlag 2004 )

Schneekugel Überraschung

Liebe K.,

am Samstag habe ich bei meiner Mutter nach laaanger Zeit mal wieder die Brockhaus Enzyklopädie konsultiert.Ich mag es einfach mal wieder die Reihen durchzugehen und unter dem gesuchten Begriff zu schauen. Maria… und da konnte ich von der heiligen Maria bis zu den Wallfahrtsorten , Marienblumen und Marienverehrung , Prosa und Querverweisen alles finden.

Für die Suchmaschinen im Netz brauchst du die richtige Frage.. alles zum gesuchten Begriff hängt einfach davon ab was du suchst.. ob es andere auch interessant fanden (dann gibt es ne Menge dazu), ob es gerade aktuell ist usw..

Unter heiliger Maria und blauer Mantel kamen immer Katalogbilder  von blauen Mänteln oder die Schauspielerin Maria Furtwängler im blauen Mantel… hahahaha..

Mein Lebensgefährte meinte.. ja… o.k.  aber guck mal m Brockhaus unter smartphone.. he he he…. Alles klar Brockhaus Ausgabe 1997.. klar..Es geht ja auch nicht darum das eine gegen das andere einzutauschen.. ich mag es einfach in einem richtigen Buch nachzuschauen, auch wenn da nicht alles zu finden ist. Das sei aber nicht das Neueste.. und Stiftung Warentest, Vergleiche von Produkten usw  sei da ja wohl nicht zu finden,sagte dann meine Mutter… nah und ?!  Das www kann ich ja immer noch befragen..

im Brockhaus fand ich auch unter Maria,die Basilika Maria Zell und !!! den Erfinder der Schneekugel. Ein Erwin Perzy aus Wien ( Werkzeugmacher), der ein winziges Modell der Basilika von Mariazell in eine Kugel tat und Grieß als Schnee hinzufügte.

Diese Kugel schenkte er einem Freund, der einen Andenkenstand hatte und so wurde die Schneekugel verbreitet… im Schneeballsystem 😂

Also.. Begriffe sammeln und mal wieder in der Bücherei in der Brockhaus Reihe nachschauen ( oder bei meiner Mutter, wenn ich sie besuche).

Ich hoffe du, liebe K. kommst heute an deinem ersten Schultag ohne Brockhaus aus.

Viel Spass und nette Mitschülerinnen! Ich bin schon gespannt was du berichtest.

herzliche Grüße

S.

Ich weiss auch eine Ballade!

Liebe S., ich mach da jetzt mal mit. Vielleicht weisst du auch eine Ballade? Es ist eine sehr schöne Idee von Christianes Blog, eine Balladenwoche zu machen.
Ich habe Balladen geliebt, das waren Geschichten in einem schönen Sprachrhythmus.
Eine Zeit hatte es mir besonders angetan, das waren die Romantiker mit Clemens Brentano, Bettina von Arnim und Annette von Droste Hülshoff. Ich glaube, über Annette von Droste Hülshoff hab ich vor ewigen Zeiten auch mal eine Biografie gelesen.

Ihr Gedicht: Der Knabe im Moor hat  mich immer besonders berührt.
Ich oberhalb eines Sumpfes aufgewachsen, und weiss wie es klingt, wenn es raschelt, wenn es nebelt, wenn es knackt. Wenn die Schritte auf dem Moorboden federn und der Fuss gluckernd im Schlamm versinkt. Wenn er sich festsaugt und der schwarze Boden die Füsse nicht  mehr freigibt. Wenn das Kind sich vorstellt, wer da drin liegen mag, vor langer Zeit versunken, wessen Hände nach dem Fuss greifen könnten, der immer noch drin steckt in der feuchten, saugenden Erde. Und welche Erleichterung, wenn der Fuss raus kam, der Gummistiefel stecken blieb und das Kind mit Strumpfsocken auf Äste springt und trocken aussehenden Stellen und mit Herzklopfen daheim ankommt und den Verlust des Gummistiefels erklären muss. Und die Erleichterung der Mutter, das nicht mehr passiert ist, und keine Schelte.
Und doch am nächsten Tag wieder, diese Sehnsucht nach dem Moor.
Moormuhme rief, …..
Kat.

Der Knabe im Moor

O schaurig ist’s übers Moor zu gehn,
Wenn es wimmelt vom Heiderauche,
Sich wie Phantome die Dünste drehn
Und die Ranke häkelt am Strauche,
Unter jedem Tritt ein Quellchen springt,
Wenn es aus der Spalte zischt und singt!-
O schaurig ist’s übers Moor zu gehn,
Wenn der Röhrich knistert im Hauche!

Fest hält die Fibel das zitternde Kind
Und rennt, als ob man es jage;
Hohl über die Fläche sauset der Wind-
Was raschelt drüben am Hage?
Das ist der gespenstische Gräberknecht,
Der dem Meister die besten Torfe verzecht;
Hu, hu, es bricht wie ein irres Rind!
Hinducket das Knäblein zage.

Vom Ufer starret Gestumpf hervor,
Unheimlich nicket die Föhre,
Der Knabe rennt, gespannt das Ohr,
Durch Riesenhalme wie Speere;
Und wie es rieselt und knittert darin!
Das ist die unselige Spinnerin,
Das ist die gebannte Spinnenlenor‘,
Die den Haspel dreht im Geröhre!

Voran, voran! Nur immer im Lauf,
Voran, als woll es ihn holen!
Vor seinem Fuße brodelt es auf,
Es pfeift ihm unter den Sohlen,
Wie eine gespenstische Melodei;
Das ist der Geigemann ungetreu,
Das ist der diebische Fiedler Knauf,
Der den Hochzeitsheller gestohlen!

Da birst das Moor, ein Seufzer geht
Hervor aus der klaffenden Höhle;
Weh, weh, da ruft die verdammte Margret:
„Ho, ho, meine arme Seele!“
Der Knabe springt wie ein wundes Reh;
Wär nicht Schutzengel in seiner Näh,
Seine bleichen Knöchelchen fände spät
Ein Gräber im Moorgeschwele.

Da mählich gründet der Boden sich,
Und drüben, neben der Weide,
Die Lampe flimmert so heimatlich,
Der Knabe steht an der Scheide.
Tief atmet er auf, zum Moor zurück
Noch immer wirft er den scheuen Blick:
Ja, im Geröhr war’s fürchterlich,
O schaurig war’s in der Heide

Freundschaft

Liebe S.,

es gibt Dinge, die tragen mich wie auf Flügeln durch den Tag.
Du hast mir vor 3 Tagen einen Link geschickt, Kamelrechner: wieviele Kamele ist mein Freund wert?

Was für ein Blödsinn, aber  ich machte das natürlich  sofort.
Ich rechnete die Kamelanzahl   für den LieblingsItaliener aus (47, ich hab das jetzt noch einmal ausgerechnet, denn bei dem ersten Rechnen musste ich bei ihm eine Körbchengrösse angeben, gröhl! War wohl die falsche, da war er nur 20 Kamele wert!), für dich bekäme ich 37 Kamele und für die SchönsteTochter 89 Kamele, weil: jung, langhaarig, schlank, oh watt war das betrüblich! Nicht dass ich sie dafür hergeben würde…!

Denn für mich bekäme man  nur 20 Kamele!

Das schrieb ich dir, und dann schriebst du zurück:
Vielleicht kann man für dich 40 Kamele bekommen!
Und dieser Satz hat mich durch den gestrigen Tag getragen. 🙂

Der Friseur hat mich übrigens 20 Jahre jünger gemacht, ich sehe aus wie Bonnie Tyler in den guten Achtzigern!
Haha! Noch mal ein schönes Wochenende! Kat.

22 Antworten auf 11 Fragen von 18 Worte

Liebe S.,
da wurden wir von Oecherin in ihrem Blog 18 Worte( den ich so mag, weil er so kurz knapp und bündig Dinge beschreibt, die mich zum Nachdenken anregen) gebeten, 11 Fragen zu beantworten. Und aus 11 Fragen werden  22 Antworten.
Ich, Kat., mach meine Antworten wieder violett.
Dann schreibe ich kursiv .S.

1. Wie hältst du die Balance zwischen unerfreulichen Weltnachrichten und deinem persönlichen Glück?
Fernseher aus. Radio aus. Im Kleinen was tun, was mein Gewissen beruhigt.Und gegen Herrn T. aus A. oder Herrn P. aus R. oder Herrn E. aus T. oder Herrn A. aus S. bin ich eh machtlos.

One world… mir fällt die Balance schwer.. manchmal muss ich alles ausblenden um nicht zu verzweifeln( d.h. keine Nachrichten mehr sehen, hören, lesen)und manchmal bin ich einfach nur zornig, dass die Welt immer mehr aus den Fugen zu geraten scheint.

2. Welches Musikstück gehört ganz sicher in deinen Lebenssoundtrack und warum?
Das ist schwer. People live here, Rise Against? Weil ich da beim Singen an einer bestimmten Textstelle immer weinen muss.

My dreams are not unlike yours
They long for the safety and break like a glass chandelier
But there’s laughter and oh there is love
Just past the edge of our fears
And there’s chaos when push comes to shove
But it’s music to my ears
May you be in heaven before the devil knows you’re dead
From the penthouse to the holy martyr
Sea to shining sea
From the coffins full of kindergarteners
Is this what you call free?
From the hate that drips from all your crosses
Are your hands so clean?

Yesterday is here , von Tom Waits

If you want money in your pocket
and a top hat on your head
a hot meal on your table
and a blanket on your bed
well today is grey skies
tomorrow is tears
you’ll have to wait til yesterday is here
Well I’m going to New York City
and I’m leaving on a train
and if you want to stay behind and
wait til I come back again
well today is grey skies

 

tomorrow is tears
you’ll have to wait til yesterday is here

 

If you want to go
where the rainbows end
you’ll have to say goodbye
all our dreams come true
baby up ahead
and it’s out where your memories lie

3. Gibt es ein Wort aus der Bibel, das dir was bedeutet? Welches?
Wenn Jesus am Kreuz sagt: Warum hast du mich verlassen. Das macht ihn menschlich.

Matthäus 11,“kommt her die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken“.

4. Fühlst du dich so, wie du vor 10 Jahren vermutet hättest, dass sich Leute in deinem jetzigen Alter fühlen?
Nein. Ich finde , es sind zwar 10 Jahre mehr ins Land gegangen, aber die haben mich nicht viel älter gemacht, grins…

Nein, im Geist bin ich jünger geworden.. auch grins..

5. Was macht dich im Alltag glücklich?
Meine Kinder, wenn sie glücklich sind… der LieblingsItaliener,..meine schöne, heimelige, saubere behagliche Wohnung,..meine Arbeit…Musik…

Wenn mein Freund mich anlächelt,, wenn der kleine Nachbarshund mich sieht und angerast kommt und bellt und sich im Kreis dreht vor Freude,aus dem Fenster schauen und dem Fliessen der Zeit zuschauen.

6. Welche berühmte Frau aus der Geschichte hättest du gern einmal getroffen?
Hannah Arendt

Camille Claudel

7. Gibt es eine Dichterin, von der du mindestens ein Gedicht gerne magst?
Marie Luise Kaschnitz

Nein

8. Wo möchtest du unbedingt nochmal hin?
Nochmal oder nochmal? Nach PalästinaIsrael. Ich möchte in den Golanhöhen wandern gehen.Mit einem Esel der mein Gepäck trägt.

Marienwallfahrt mit Kat, am besten in diesem Jahr für ein paar Tage

9. Was möchtest du gerne einmal erleben?
Ein grosses Fest, bei dem ALLE Menschen, die mir was bedeuten, ganz wild und fröhlich miteinander feiern.Sieben Tagelang, am Ufer eines Sees.

Mit dem Wohnmobil herumreisen ohne Zeitlimit

10. Welche ein bis drei Blogs liest du besonders gerne?

Ullis Cafe Weltenall, Juck Plotz, Hexenhaisl und die Oecherin, und noch so viele andere.

Ich schliesse mich dem an .S.

11. Hast du dir fürs neue Jahr etwas vorgenommen und, wenn ja, sprichst du drüber?
Klar: Abnehmen, Shoppingfasten, Geldsparen, Haare wachsen lassen, netter sein, verständnisvoller, usw. und das verkünde ich ständig: „Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, – netter zu dir zu sein, – keine Schokolade mehr zu essen, – ich wollte diese Mütze nicht kaufen,-eigentlich wollte ich sparen,…..aber leider leider hat das gerade nicht geklappt.“ So what…. versuche ich es eben ab morgen!

Nein nichts vorgenommen, da ich mich eh nicht dran halten würde. Projekte tauchen auf, so wie das mit der Wallfahrt.. ich lass es auf mich zukommen was so passiert.. mal schauen 🙂 

 

Fein, fertig. Hab noch mal alles gelesen, es ist lustig, S. antworten zu lesen, die meinen manchmal ähneln und manchmal ganz anders sind. Ja, diese Marienwallfahrt machen wir, liebe Freundin, das machen wir dieses Jahr!
Im übrigen , wir könnten unsere Wallfahrt auf den Libanon ausdehnen, da gibt es eine Weisse Marienstatue auf einem Berg, Harissa genannt, , da schlagen wir dann 2 Fliegen mit einer Klappe, Marienwallfahrt und FAST die Golanhöhen.

Umarmung, und ein wunderbares Wochenende!

Kat.

 

Re: Neuigkeiten

Liebe K.,

das hört sich doch alles nach ner guten Herausforderung auf verschiedenen Ebenen an.

Zum Glück bist du nicht allergisch auf Nüsse..bei mir ist das unklar.. manche kann ich ab und manche nicht.. Bio Nüsse gehen gar nicht.. wegen denen durfte ich schon 2 Mal abends in die Notfallpraxis.. Fazit des Arztes:  wenn sie in ihrem Alter plötzlich auf Nüsse allergisch sind, hat es whs. nichts mit den Nüssen zu tun sondern mit den Mitteln, mit denen die Nüsse behandelt werden. Die sog. Antischimmelmittel… und die sind natürlich bei den Bio Nüssen anders..  ?… genau.. die sind sie nicht gewohnt und darauf reagieren sie wohl allergisch..

Gedächtnistraining scheint mir ne gute Sache.Alle Bundesländer und deren Hauptstädte aufsagen.Neues machen ,ausprobieren.. ungewohntes.. mit links das Brot ( als Rechtshänderin) schmieren usw usw, damit sich neue Bahnen im Gehirn bilden können.

In ein Team zu kommen, dass schon seit 20 Jahren zusammenarbeitet, kenne ich. Bisher habe ich das 2 Mal erlebt.Es war nicht einfach…. alles was neu ist , ist falsch. Haben wir schon immer so gemacht, altbewährt, auch wenn man als Neue sehen konnte, das es umständlich nicht effizient und unnötig kompliziert war..Uff. da sollte man sich glaube ich etwas zurückhalten.. und abwarten.. insgesamt bin ich bei beiden Stellen nach ein paar Wochen gut klar gekommen. Ich glaube, dass eins der Geheimnisse darin besteht sich als Teil des Teams zu fühlen und aus dieser Sicht die Dinge zu betrachten. Und natürlich reden mit den Kollegen.. fragen warum sie was so und bei der Arbeit machen, was sie so privat machen, wie ihre Haustiere heissen usw. , sich einfach für sie interessieren.. und zwar echt und herzlich. Es sind neue Menschen die man da kennenlernt… und ja, liebe K. man hat bestimmt auch seine Schubladen nach all den Jahren. Man kennt bestimmte Typen in den Berufen und kann sie einsortieren.. und gerade die, die in unserem Alter sind.. egal..

Du wirst dich auf sie einlassen und sehen was passiert.

Und in der Zwischenzeit gibts gesunde Ernährung !

Wusstest du, dass die Smoothies mit Obst auf Dauer zu Diabetes führen ? Zuviel Fruchtzucker.. krass… und unsere Apfelsorten sind zum Teil so gezüchtet , dass sie nicht mehr sauer sondern auch süss sind. Manche enthalten fast doppelt soviel Fruchtzucker wie die Ursprungsorten.Das hat neulich der Diabetologe im Krankenhaus bei uns erklärt.. noch gibt es keine Langzeitstudien.. aber das sei schon mal gesichert..

Die Industrie muss ihr Geld verdienen, deshalb werden zu den Produkten auch die jeweiligen Bedürfnisse ge -und erfunden . Alles scheint machbar soll uns suggeriert werden, wenn wir nur das richtige Mittelchen nehmen und die “ Tricks“ kennen.Wer nicht von sich aus gut lernen kann, muss nur richtig gepusht und gedopt werden. Dann klappt das schon.

Gute Apothekerin erwischt. Es stimmt schon.. entweder schaffst du das schulische lernen oder nicht. Ich denke du schaffst das, weil du neugierig genug bist.

Bin gespannt wie es weitergeht!

Auch Bussi

S.

Neuigkeiten

Liebe S.,

  • Neue Arbeit: Gut. Viel weniger stressig als Leben retten auf der Intensivstation. Was vielleicht auch daran liegt, das ich erst mal nur zuschaue und mitlaufe, bzw. mitsitze, es ist unglaublich viel Administrative Arbeit.(Hab mir gestern ein Diätbuch gekauft, damit ich nicht kugelig werde, wenn mein Grundumsatz sinkt)
  • Neue Kollegen: ein Team, das seit 20 Jahren in derselben Besetzung arbeitet. Sowas schon mal erlebt? Ich nicht. Alle so in unserem Alter. Wie fühle ich mich da? Hmm… werde ich noch feststellen, denn sonst hab ich ja überwiegend mit jüngeren Kolleg/innen gearbeitet.
  • Kleines, überschaubares Haus: Erinnert mich an meine Arbeitsanfangszeiten, jeder kennt jeden, jeder spricht mit jedem, sogar der Geruch erinnet mich an Anno Dunnemals…
  • Gestern ein Netzwerktreffen, zu dem die Teilnehmerinnen des Onkologiefachkurses eingeladen waren, auch was ganz Neues für mich.Ein Netzwerktreffen, wo man sich austauscht, bespricht, und das alles auf Arbeitszeitkosten. (Dauert aber nur eine Stunde, hurtig hurtig ging der Austausch!)
  • Montag beginnt dann der Fachkurs.Da bin ich mit Abstand die Jüngste( da war der Wunsch Vater des Gedanken!) die Älteste . Auch das wird wieder eine Herausforderung, lernen, nicht einschlafen während des Unterrichts, aufnehmen, umsetzen… aber ich bin ja langjährig berufserfahren.

Ich war übrigens vorgestern in der Apotheke, weil ich Gingko Tabletten kaufen wollte, denn ich denke, dass man damit sich  besser was merken kann.

Die Apothekerin schaut mich an und fragt: Wofür brauchen Sie das? Ich sag stolz: Ich muss wieder was lernen. Ihr Blick wird zweifelnder: Also, da bin ich mir nicht sicher, ob das was nützt. Das kann man oder man kann es nicht.Oh, dachte ich, seh ich unintelligent aus, das sie denkt, da nützt gar nichts mehr? Haha!
Aber Ginkgo soll auch gegen Tinnitus helfen, und das hat er JüngstliebsteSohn im Moment wieder, also hab ich die Tabletten für ihn gekauft.Die Apothekerin war recht zuversichtlich, dass diese Tabletten gegen Ohrgeräusche helfen können, und dann werde ich ihm vielleicht ab und zu mal eine stibitzen.

Jetzt lese ich in meinem Diätbuch und trinke Abendtee! Bussi!

Kat.

Super ,*Vitamine*

Nur das für heute :

bin platt.. es war richtig schlimm gestern und heute..Menschen, die einfach nur gucken wollten ob es wirklich glatt war.. und sich was gebrochen haben.. Menschen die bei Eisregen Fahrrad fahren… gestern.. und heute kamen die, die gestern und heute morgen hingefallen sind.. lange nicht mehr soviel gegipst, reponiert ( eingerenkt unter Röntgen strahlen) Op Vorbereitungen usw.. k a t a s t r o p h a l..

Ich mach mir jetzt n frisches Vitamin Getränk 😂 und höre richtig laut „meine“ Lieblingsmusik..

S.

Schutzpatrone die nächste

Liebe S.,

hat der Schutzpatron der Krankenschwestern geholfen?  WIESO ist das ein MANN?
Kannste mir das mal verraten?
Ich finde ja schon interessant, was es für Heilige gibt,für Angestellte im Mediamarkt und Fernsehtechniker ist es die Klara von Assisi! Ahnte die damals schon was von der Technik?Für die Schweinehirten gibt es gleich 3 Heilige!
(Wenn es wen interssiert, welchen Schutzpatron sein Beruf hat, bitte sehr…)

Ich bezweifle allerdings, das dieser Kamillus von Lellis was bewirkt. Denn sonst gäbe es diesen Personalmangel in den Kliniken nicht, keine Kostendämpfung und auch keine Ausbeutung und Überarbeitung der Pflegekräfte. Die Zeit der Florence Nightingale ist vorbei. Heilige gibts nicht in der Pflege.

Ich habe gerade dieses Bild im Kopf:
An besonders stressigen, schlimmen Tagen, wenn die Kranken und Verletzten schreien wie im Lazarett in der Notaufnahme, die Ärzte zusammen gesunken in den Ecken sitzen, weil sie keine Kraft mehr haben, dann schwebt Schwester S. milde lächelnd mit einem leuchtenden Heiligenschein über ihrem Blondhaar durch die Gänge.
Aus ihrem Mund entfleuchen Schmetterlinge, die sich zart auf die Gesichter der Kranken setzen. In ihrer linken Hand hält sie eine grosse 50 ml Spritze, in der sich eine phosphoreszierende Flüssigkeit befindet. Sie tropft ein paar Milliliter dieser Lösung auf die gebrochenen Arme der Patienten, die partout bei Eisregen auf die Strasse gehen mussten,  es ertönt ein Rauschen, ein Summen und das Geschrei verstummt. Aus den Tropfen dieser Flüssigkeit hat sich glänzender Gips gebildet, der gebrochene Arm ruht in einer Samtschlinge am Oberkörper und ein engelchorähnlicher Gesang erschallt aus der Klimaanlage: Nur dreimal schlafen, dann bist du geheilt!
Schwester S. schwebt weiter.Sie hat für jeden ein mildes Lächeln, für jeden einen Schmetterling aus ihrem Mund, ihr Heiligenschein ist immer grösser geworden…..

Eigentlich brauchst du dich nicht wundern, das es bei dir in der Notaufnahme so voll ist! Wenn du sooooo nett bist! Haha!

Ich hoffe, der Tag war nicht so schlimm für Euch!
Nächstes Woche hast du Urlaub, und vielleicht tkönnen wir auch mal für diesen Dingsbums von Lellis eine Kerze anzünden, vielleicht hilfts ja was.
Der Heilige Antonius jedenfalls ist ein wirksamer Heiliger, wenn ich den anrufe, weil ich was verloren hab, finde ich es sofort wieder.
Wir probieren das beim Lellis auch. Das nächste mal!
Alles Liebe
Kat.