Wochenthema -Was wäre wenn…

ich kein Smartphone hätte?

Liebe S.,
nach meinem Smartphonedesaster gestern hab ich mir tatsächlich Gedanken gemacht, wie ich da hingekommen bin, dieses Gerät gar nicht mehr aus der Hand zu legen. (Vielleicht ist es deshalb kaputt?) Als es anfing mit diesen Smartphones, hab ich mich doch so dagegen gewehrt! Ich wollte das nicht! Und jetzt päppel und fütter ich es und hüte es wie ein kleines Haustier. Schluss damit!
Wozu bauche ich denn mein Smartphone wirklich?
Ich fotografiere damit. Aber muss ich denn alles abknipsen?  Nein.
Ich höre Musik damit. Sehr praktisch auf dem Crosstrainer, wenn ich den anderen Weibsen nicht zuhören möchte, wie sie über Kuchengelage und Sonntagsbraten referieren.
Ich bin STÄNDIG in Kontakt, mit anderen. Ich sehe , wann und ob sie meine Nachrichten gelesen haben und frage mich: Warum antworten sie nicht SOFORT? Ich sehe doch, das sie online sind!(Nein, natürlich bin ich nicht soooo extrem!) – Kann ich darauf verzichten?hmm….

Kochrezepte googlen. Banking via Smartphone.Shoppen in online Kaufhäusern.Dann fix den Einkaufskorb wieder löschen, Online Banking sagt nämlich: Kein Geld da! Fatzebook gucken, mich ärgern, Skype gibt es auf dem Handy,meine Emailaccounts…. aber das alles braucht es nicht! Ich muss nicht ständig über alles informiert sein.
beepbeep..Sie haben 5 neue Emails, LmaA!
Diese Social Media Plattformen, arrghh, das kostet alles Zeit und Nerven und macht nicht immer glücklich.

Navigieren auf den Strassen lasse ich mich manchmal, wenn ich nicht weiss , wo es langgeht. Aber ich könnte ja auch mal Leute fragen, ob die den Weg wissen!

Also, was ich jetzt beschliesse beim Schreiben:
Wegschmeissen kann ich es nicht, das wäre Blödsinn, es funktioniert ja in vielen Dingen noch, aber ich kann mein Internet ausmachen. Ich muss nicht googeln, in einem Streitgespräch, ob ein Dromedar auch ein Kamel ist und ich muss nicht dauern gucken, ob es Whattsapp Nachrichten gab. Wer wirklich was will von mir, kann mir ne gute alte SMS Schreiben.
Musik kann ich runterladen und offline hören, die ganzen überflüssigen Apps schmeiss ich runter, fotografieren geht auch ohne Internet. Das mach ich jetzt, ab sofort gibts Internet am Handy nur noch zu Hause, und so nehme ich mir dann unterwegs die Zeit ,  mich treiben zu lassen, ohne  immer auf einen Piepston zu hören, oder, wenn ich den Benachrichtigungston ausgestellt hab, zu gucken, ob es blinkt.
Frage mich gerade: Wer benutzt hier wen? Ich das Smartphone oder die Technik mich?

Also, Mittelfinger hoch, ich mach da jetzt nimmer mit. Ich werde berichten, wie es klappt!

Tschüssy! Kat.

Uiuiuiui  meine liebe Freundin ! Haaaalt ! Nicht so schnell … wir beide müssen doch whatsappen.. das freut mich .. das wir so in Kontakt sind.. auch wenns nur kurze Meldungen sind.. wie vorhin mit dem Tatortreiniger.. schnüff…😢

eine entsetzte S.

 

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15 Kommentare

  1. finbarsgift · Dezember 15

    Das Rad der Geschichte lässt sich nicht mehr zurück drehen…

    Das geht nicht, was Autos angeht, und so ist es auch mit Smartphones,

    wir MÜSSEN mit ihnen leben, ob wir wollen oder nicht!!

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    • kat+susann · Dezember 15

      Aber wir können unser Verhalten ändern, damit die Dinge uns nicht ständig benutzen. Das will ich versuchen. 🙂 Kat.

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    • Vetch · Dezember 15

      Ich muss damit leben, dass die Leuts um mich rum fast alle eins haben.
      Wieso aber muss _ich_ mit Schmarfon leben, in welchem Gesetzbuch steht das?
      Ich bin gut vernetzt per Computer – oh, und das ganz ohne Facebook – ich habe einen kleinen mp3-Player ohne „i“ für Musik und Hörspiele, ich habe ne schöne Kompaktkamera für Fotos (ich LIEBE Fotografieren).
      Ich hab auch (und hatte noch nie) kein Auto und keinen Fernseher.
      Und ich führe ein überwiegend glückliches, kreatives Leben, bin gut vernetzt, gut informiert, und ich bin noch immer an die Orte gekommen, zu denen ich wollte.

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      • kat+susann · Dezember 15

        Man muss das auch nicht alles mitmachen was alle machen. Meine grossen Kinder widersetzen sich diesem modernen „Zwang“ bis jetzt erfolgreich, leben reduziert und finden ihr Leben auch spannend. Grüße Kat.:-)

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  2. Ulli · Dezember 15

    Ich kann dich zu deiner Entscheidung nur beglückwünschen. So kommt wieder mehr Ruhe ins Leben! Ich glaube nämlich, dass dieses ständige beepbeep ein Teil der grassierenden Erschöpfungen ist. Immer jederzeit auf Abruf sein, immer uptodate, nee, das kann so nicht gemeint sein mit Leben, nichts als Leben.
    liebe Grüsse an dich, auf deine Berichte bin ich sehr gespannt, es soll ja einen gewissen Suchtfaktor haben.
    Ulli

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  3. Sternchen · Dezember 15

    Ich empfinde mein Smartphone nicht als Stress. ich liebe es, dass ich sofort etwas nachschauen kann, Nachrichten lesen. Für mich ist es auch wichtiger Kontakt zu meinen Kindern, aber dauernd drauf schauen tue ich eigentlich nicht ! Und telefonieren eigentlich nur seeeeeehr selten 😉

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  4. Flowermaid · Dezember 15

    … jeder sollte seine eigene Art mit dem Umgang der Medien pflegen dürfen… 😉

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  5. peter bachstein · Dezember 16

    das smartphone ist ein werkzeug wie jedes andere werkzeug und für mich als mensch mit sehbehinderung ein sehr hilfreiches. sehende menschen werden manche funktionen gar nicht kennen, die menschen wie mir – und sogar ganz blinden – zahlreiche erleichterungen bringen. gleichwohl rennne ich nicht permanent mit dem ding in der hand durch die landschaft. ich setze es nur dann ein, wenn es nur sinnvoll erscheint. es gibt z. b. apps, mit deren hilfe ich mir beim einkaufen vorlesen lassen kasn, was auf den jeweiligen produkten geschrieben steht. als vielreisender sind natürlich auch diverse navi apps plus sprachausgabe für leute wie mich eine großartige hilfe. andererseits gibts auch momente, wo ich das ding absichtlich zu hause lasse um im wald meine meditationsspaziergänge zu machen…

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    • kat+susann · Dezember 16

      Das ist die andere Seite, für vieles kann es ein Segen sein. Ich hatte mal einen Patienten mit einer muskelatrophie, das war noch ganz in den Anfängen der smartphonezeit, der hat mit seinem Tablet Zeitungen gelesen und Filme gesehen, weil er es mit Sprache bedienen könnte. Für ihn war das ein Riesenstück Lebensqualität. Liebe Grüße Kat.

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  6. Fluch und Segen in einem Gerät! Ja, das ist das Smartphone! Das Schlimme ist wirklich, dass ich auch immer umgehend – möglichst eigentlich sofort – eine Antwort erwarte, wenn ich z.B. meinen Söhnen schreibe. Einer hat alles runter geschmissen und ist nur per SMS erreichbar. Der andere lehnt das Fratzenbuch ab und ich nutze das in letzter Zeit auch nur noch zum Schauen, was die anderen machen. Von Apps lasse ich mich nicht terrorisieren und das meiste erledige ich am Laptop. Werde wohl auch bald meine Mail-Apps wieder entfernen. Reicht doch, wenn man einmal täglich seine Mails checkt. What’s App ist ja schon eine tolle Sache, aber es kommt auch viel völlig Überflüssiges rein. Twitter, Instagram – nein, nutze ich nicht, will ich auch nicht. Weiß wie’s geht, habe ich aber keinen Bedarf. Nutzen nicht mal meine Söhne!
    Insofern denke ich, dass ich im Moment nur die Funktionen nutze, die mir wirklich einen Nutzen bringen. Übrigens fotografiere ich nur im Notfall damit und Selfies sind eine Ausnahme.
    Insofern hast du mich mit deinem Beitrag mal wieder zum Nachdenken gebracht und ich habe grade nachgezählt. Habe 22 Apps installiert. Ist das nun viel oder wenig?

    Wir leben halt in einer total „verappten“ Welt, worüber ich demnächst VIELLEICHT mal einen Beitrag schreiben wollte. Aber nur vielleicht.
    Schönen 4. Advent, Sigrid

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    • P.S. Übrigens habe ich gerade meine Weihnachtskarten super altmodisch oder wie es jetzt so schön heißt „old school“ geschrieben – mit Füller – und hübschen Weihnachtsaufklebern auf dem Umschlag versehen. Hoffe die Empfänger wissen das zu schätzen. Schließlich ist Porto teuer! Für 10 Briefe zahlt man mehr als für eine Internetflat monatlich. Eigentlich ein Unding!

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      • kat+susann · Dezember 18

        Hab ich heute auch. Mit Füller. Und bei der 10. Karte fing ich an, mich zu verschreiben. Ja, ich glaube die Post wird teurer, weil immer weniger Leute schreiben. Aber es ist schön, wenn man es tut. Grüße Kat.🌸

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    • kat+susann · Dezember 18

      Ich hab gelöscht, tatsächlich. Ich benutze seit dem Beitrag 4 apps. Der Rest geht am pc. Meine Tochter hat immer noch keinSmartphone. Weil sie sich nicht unter Druck setzen lassen will
      Sehr klug! Gute Nacht 🌃 Kat.

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