Im Lot sein und bleiben

Liebe K.

guten morgen !  So wie der Buddha auf dem Bild würd ich so gern da sitzen. In Ruhe. Einfach Sein. Aber die Affengedanken, die hin und her springen, machen mir es schwer zu meditieren. Dies und das und bla und hier und 1000 Assoziationen..Alles was mir so in den Sinn kommt will bearbeitet werden.. nehme ich als Auftrag wahr und auch noch an.. so doooooooof ! Kennst du das ? Vor lauter Aufträgen und Ansprüchen von aussen, sich selbst mal wieder hintenan stellen ? Hatten wir ja schon in mehrfacher Ausführung dieses Thema.. baaaaaaah.. böse Falle, in die ich wohl allzugern immer wieder tappe. Macht der Gewohnheit würde ich sagen.

Liegt das auch an unserem Beruf ? Wo man immer wieder improvisieren muss ? Wo oft erwartet wird, dass wir unsere Bedürfnisse hinten an stellen ? Waas ? Du brauchst jetzt 5 Min. Pause ?  O.K. kannst du machen.. nachher.. aber jetzt noch bitte schnell dieses Medikament dem Patienten gegeben, damit er sofort auf die Station verlegt werden kann und wenn du schon auf dem Weg dorthin bist, noch schnell den Karton aus dem Lager mitbringen.. und ach ja.. noch den Aufklärungsbogen für die Anästhesie bei Frau XY abgeben, damit sie es schon mal lesen kann usw usw.

WAAAS ? Du brauchst jetzt wirklich eine Pause ? Wir können alle keine Pause machen. S. ! Ja gut o.k. knirschend setzt man sich dann nicht für sich ein.. dieser Aufwand des Gegenangehens und Argumentierens macht es noch anstrengender.. der Weg des geringsten Widerstandes ist… einfach machen.. ach egal… morgen hab ich ja eh frei  oder übermorgen.. dann erhole ich mich..

Und das meine liebe Freundin, dass geht so nicht mehr ! Das geht auf unsere Kosten ! Ich hatte jetzt ein paar Tage Zeit darüber in Ruhe nachzudenken… grummel ! Und auch Gleichaltrige zu befragen.. das geht so nicht weiter ! In unsrem Alter steckt man das nicht mehr so weg wie früher. Das ist eine Tatsache ! Auch wenn zumindest ich das nicht wahr haben will.. ach watt… kann ich schon ab.. ist doof.. aber was solls… Nein ! Eben nicht ! Stopp !Dieses Minus was man sich damit einhandelt kann man nicht mehr aufholen. Genauso wie eine durchgemachte Nacht. Es hängt an ! Braucht länger bis man wieder auf dem normalen Energielevel ist. Das bedeutet… das man möglichst das Minus am gleichen Tag wieder ausgleichen sollte um im Lot zu bleiben ! Keine Überträge in den nächsten Tag mitnehmen ! Das erfordert Disziplin, Eigenverantwortung und auch n dickeres Fell sich dafür einzusetzen.

Uff….wie bekommt man das gut hin ?

nachdenkliche Grüsse

deine S.

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17 Kommentare

  1. barbarabosshard · September 15

    einfach schade, dieses zeit-auftragskorsett, das letztlich ans lebendige geht – von allen den gebenden, den empfangenden, dem umfeld … wellenförmige auswirkungen mit dem ersten dominostein, der bewusst ins wasser geworfen wird (im übertragenen sinn). sparen sparen – das kann es doch nicht sein. wünsche dir erholsames auftanken. barbara

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    • kat+susann · September 15

      Danke liebe Barbara,
      es wird Zeit neue Wege zu beschreiten, denke ich… zumindest schon mal gedanklich.. sich von diesem Ausbeuterverein zu verabschieden.. bleibt nur die Frage was dann..
      S.

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      • barbarabosshard · September 15

        ja. wenn man etwas gerne macht, ist ein wechsel schwierig trotz diesem und jenem …

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      • kat+susann · September 15

        Genau… und man darf auch nicht vergessen, alles andere würde mit Geldeinbussen daher gehen..auch ein Wechsel des Arbeitgebers..
        Neuanfang mit 52… sieht auch nicht unbedingt gut aus.. das Arbeitsamt ist hier keine Hilfe… wenn ich nur wüsste was ich gern anders arbeiten täte.. und dafür mit vollem Herzen gehen könnte.. ich täte es jetzt.. aber ich müsste was konstruieren..

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      • barbarabosshard · September 15

        eben – all dies lässt einem beim gern gewordenen bleiben!

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    • kat+susann · September 15

      Was mich beschäftigt ist, mich abhängig von aussen zu fühlen.. bei der Arbeit… kann mir doch egal sein was die anderen denken.. muss mir doch nicht die Laune verderben lassen .. aber das ist so schwer..
      zumal unsere Arbeit nicht planbar ist, sondern abhängig von dem was so reinkommt ( du weisst schon Notaufnahme). aber um diesen Ansturm zu bewältigen braucht es in den Kernzeiten mehr Personal.. gibts aber nicht.. also kommen die Patienten und wir zu kurz.. und das ist auf die Dauer sehr sehr ungut.. so abhängig vom Aussen zu sein, ohne eine Chance an den Umständen was ändern zu können.. das tut einem nicht gut.
      abendliche Grüsse
      S.

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  2. 🔆Sigrid🔆 · September 15

    Ja WIE? Gerade in deinem Beruf eine nicht zu lösende Frage, befürchte ich jedenfalls. Ich hab’s gut, bin schon Rentnerin – seit ich 63 bin – weiß aber genau wie sich die Leute fühlen, die noch im Hamsterrad stecken und es nicht stoppen können. Ich hoffe, du findest eine Lösung!! Liebe Grüße, Sigrid

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  3. Belana Hermine · September 15

    Klare Grenzen setzen, also auch sagen, was gerade geht oder nicht geht. Das wird die ersten paar Mal negativ aufstoßen. Dann haben sich die Leute dran gewöhnt. Und vielleicht gibt es auch anderen Mut, mehr für sich einzustehen.
    Ja,als Außenstehender hat man immer gut reden. Ich kriege es auch nicht so hin, wie ich es gern hätte 😦 Trotzdem drücke ich Dir die Daumen.

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  4. Vetch · September 15

    Wenns dir gut geht, machst du deinen Job länger und besser. Drum sorge für dich. Ist gesund, braucht keine Begründung.
    Und ja, das stimmt, mit dem gut-Reden-haben. 😛

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    • kat+susann · September 15

      Auf jeden Fall arbeitet man besser, wenn es einem gut geht. Und wer bitte möchte von einer Krankenschwester betreut werden die üble Laune und Hunger und Durst hat. Keine Geduld mehr hat, seit Stunden eigentlich zum Klo muss,aber nicht dazu kommt, und einfach nur ne Pause braucht ?
      Das allerdings ist den Menschen die da hinkommen 1. nicht bewusst und 2. egal solange es keine Auswirkungen auf sie hat. Und wenn doch, dann hat die Krankenschwester ihren Beruf verfehlt.. das hat neulich ein Patient zu meiner Kollegin gesagt.. ich sachs ja immer wieder… 2016 haben wir jetzt und die Ansichten zu unsere Berufsgattung stammen mind. aus den 50gern..
      Aufopfern ist noch in den Köpfen der Menschen.. von den jungen Kolleginnen und Kollegen kann man sich diesbezüglich was abgucken… manche haben zwar auch die Tendenz..aber entscheiden im richtigen Moment dann doch für sich und machen Pause, oder kündigen ( bei uns in der letzten Zeit 2 Stück)
      Gruss von S.

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  5. luzieke · September 16

    Wenn ich nochmals anfangen würde, dann in eine Geburtsabteilung.
    Irgendwann kann man das Minus nicht mehr aufholen, weil das einfach nicht mehr geht, rein körperlich.
    So manche haben eine Umschulung gemacht und arbeiten in der Verwaltung.
    Pass auf dich auf…….die anderen tun das nicht.

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    • kat+susann · September 16

      Ich hatte das auch mal überlegt, Gyn, Wöchenerinnen, was allerdings einen Aufschrei meiner Kolleginnen hervorgerufen hat. WAAAS?Diese Weiber? Ich hab gesagt: ihr seid auch Frauen, warum findet ihr es schlimm, diese zu unterstützen? Komisch. Ja. auf sich selber aufpassen. Imer wieder zu üben. Liebe Grüsse Kat.

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    • kat+susann · September 16

      Ja.. stimmt… ich schaue langfristig ob es in der Uni Klinik was gibt..
      Ambulanz oder Poli Klinik..
      seufz

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