Sommerlaune-Sommerblues

Meine liebe Freundin S. wie Sommerlaune!
Tolles Foto in deinem letzten Beitrag. Ist das aus eurem Urlaub?
Und ja, bitte antworte auf meinen letzten  Beitrag, der hat so viele Reaktionen hervorgerufen, gute tolle inspirierende Kommentare, dass ich heute meine eigene Einstellung zu diesem Thema überdacht habe. Eben fällt mir die erste Zeile zu einem Gedicht ein, dass ich mit 16 geschrieben hab: Der Tod ist kein wilder Knochenmann, nur für die , die das Leben lieben……ach je, was war ich da aber dunkelmütig drauf!
Und deshalb war der Kommentar von Ulli so toll, dass der Tod eine Todin ist, eine zahnlose Schwarze. Warum nicht eine Frau? Warum nicht eine Art Mutter, die mich dann aufnimmt? Mir fällt dazu das Bild der BabaYaga ein, so wie es in den Märchenbüchern dargestellt wurde, die mir meine Oma aus der DDR geschickt hat: Russische Märchen.
Die BabaYaga, die in ihrem Häuschen aus Hühnerknöchelchen sitzt und sich dreht und mal sieht der Ankommende Suchende im Fenster des Häuschens das Gesicht der jungen Frau, und mal das der Alten. Als meine SchönsteTochter geboren war, lag ich im Halbschlaf, erschöpft nach der Geburt und sah SIE(Die Göttin?Die MUTTER? Die BabaYaga?). Ihr altes zahnloses fast hässliches Gesicht, dann das Gesicht der liebevollen warmen Mutter und dann als junge neugierige Frau. Ich erinnere mich, daß ich dachte: Die Reihe wird fortgesetzt. Ich bin eine Tochter meiner Mutter, eine MutterTochter, die jetzt eine TochterMutter ist.
Klingt etwas wirr vielleicht. Aber, da ich ja quasi leiblich-mutterlos aufgewachsen bin, war das für mich ein Zeichen,dass nichts verloren ist. Dass die Reihe sich fortsetzt. Das sie nicht aufhört, die Liebe.

So. Das war jetzt mein Sommerblues.
Jetzt zur Sommerlaune: Es finden überall Feste statt. Strassenfeste, Altstadtfeste, Mittelalterfeste, Karneval der Kulturen, das Hohe Friedensfest. Lebensfeste. Da feier ich dann mal mit.

Bis bald , liebe Freundin, und lass dich nicht ärgern von Putzlumpen, Dübeln, Schrauben und Farbeimern. Wenn dein  Umzug geschafft ist, komm ich dich besuchen!
Deine K.

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4 Kommentare

  1. Flowermaid · Juni 27, 2016

    … wer auch immer uns irgendwann in Empfang nimmt möge sanftmütig sein… das Loslassen ist schon wegreissend genug…

    Gefällt 2 Personen

  2. Ulli · Juni 28, 2016

    Schön, dass du an Baba Yaga erinnerst, ich füge noch Kali hinzu …
    Ich hab dich wieder sehr gerne gelesen und ja, lass uns auch feiern, den Sommer und die Fetse, wie sie fallen.
    Herzliche Grüße an dich und auch an S.
    Ulli

    Gefällt 1 Person

  3. peter bachstein · Juni 28, 2016

    trotz meiner 66 jahre weiß ich noch immer nicht, wie ich das mit dem tod sehen soll. verdammt viele leute haben schon was zu ihm oder ihr gesagt. epikur meinte beispielsweise, so lange wir leben, sei der tod völlig uninteressant, weil er dann ja noch nicht da sei. wenn wir aber nicht mehr leben, sei er noch uninteressanter, weil wir dann nicht mehr da seien… was ist das? eine pragmatische haltung zum thema tod? auf jeden fall würden wir ihn erst dann beschreiben können, wenn wir nichts mehr beschreiben können…

    Gefällt 1 Person

    • kat+susann · Juni 30, 2016

      Der hat natürlich recht. Unser eigener Tod kann uns wurscht sein. Aber der der anderen? Immer wieder zum nachdenken. Grüße Kat.🌹

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