Anders orientieren?

Liebe S. wie Sonne, die sich hier so langsam vorsichtig zeigt um 14.00. Dabei soll laut Bayern 3 überall die Sonne scheinen heute, fragt sich nur wo!

Ich hab heute eine private Email von dir bekommen, und dazu möchte ich hier was sagen. Es ging um das berufliche Verändern, um Besuche im Arbeitsamt, um die Frage, wie lange können wir unseren Beruf als Krankenschwestern noch ausüben und was ist dann die Alternative?
Du arbeitest in einer Notaufnahme, ich auf einer Intensivstation. Wir arbeiten in diesem Beruf seit 30 Jahren. Mit wenigen Unterbrechungen, Kindern oder mal anderes Arbeiten. Im Grossen und Ganzen arbeiten wir gerne in diesem Beruf. Schichtdienst hat durchaus Vorteile, wenn ich frei habe, hab ich daheim meine Ruhe, weil alle anderen arbeiten oder in der Schule sind. Nachtdienst gefällt mir, es ist in der Regel ruhiger, ich behüte die Schlafenden.

Ich liebe es, Menschen zu begleiten,auf dem Weg zur Gesundung, oder auch auf dem Weg in die andere Richtung, und ihnen dabei Frieden und Wärme geben. Das mag ich.
Im Sommer allerdings hab ich eine grosse Müdigkeit gespürt, ich war erschöpft, ich hatte dann aber auch die Chance, mich zu regenerieren.

Jetzt kann ich weiter machen und ich tue es gerne. Aber tatsächlich ist die Frage, wie lange geht das noch?

Für mich hab ich festgestellt, um gut in meiner Arbeit zu sein, brauche ich ein stabiles geordnetes Zuhause.
Und wie du in deiner Email schreibst, Abgrenzungen. Auch nein sagen können, wenn ich merke, mich frisst irgendwas auf. Die Kollegen nerven, ich muss einspringen, der Dienstplan ist nicht so wie ich es gerne hätte.(Was bei uns gottlob nicht oft der Fall ist!) Oder auch zu Hause…wie viel Kraft es manchmal kostet, nein zu sagen! sich einen Raum zu schaffen, abzugrenzen…

Aber nötig ist es! Und was hätten wir für Alternativen? Was ganz anderes? Oder doch in dem Metier bleiben, und sich in kleinen Schritten weiter verändern? Deshalb mach ich den Palliativkurs nächstes Jahr.Als Möglichkeit, eine andere Richtung einschlagen können.

Mal gucken, welche Alternativen dir das Arbeitsamt anbietet, bin gespannt!
Allerdings hab ich es aufgegeben daran zu glauben das von der offiziellen Seite was konstruktives kommt, ich denke, ich bin mir selbst der nächste und muss die Inititaive ergreifen.
Sonst ward datt nix im Leben. In diesem Sinne K. wie konstruktiv! und nicht wie Kaos 😉

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